Der ehemalige FTX-Chef Sam Bankman-Fried unternimmt einen neuen Versuch, seine Haftstrafe zu verkürzen. Wie aus Unterlagen des US-Justizministeriums hervorgeht, hat der 34-Jährige offiziell einen Antrag auf Begnadigung bei US-Präsident Donald Trump eingereicht.
Bankman-Fried verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe. Er wurde wegen mehrerer Betrugs- und Verschwörungsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX verurteilt.
Sam Bankman-Fried hofft auf Trumps Gnade
Die Chancen auf Erfolg gelten als gering. Bereits im Januar erklärte Donald Trump in einem Interview mit der New York Times, dass er keine Pläne habe, Bankman-Fried zu begnadigen. Daran scheint sich bislang nichts geändert zu haben.
Dennoch bemüht sich der ehemalige Krypto-Mogul seit Monaten um politische Unterstützung. In einem Interview mit Fox Business antwortete er auf die Frage, ob er eine Begnadigung aus dem Weißen Haus anstrebe, mit einem klaren “Absolut”.
Ob seine Eltern oder andere Vertraute hinter den Kulissen für eine Begnadigung werben, ließ Bankman-Fried offen. Auf entsprechende Nachfragen erklärte er, er könne nicht für sie sprechen.
Trotz seiner Verurteilung hält Bankman-Fried an seiner Verteidigung fest: “Ich habe auch keine Kundengelder gestohlen. Die Kunden haben mittlerweile rund 170 Prozent ihrer Einlagen zurückerhalten. Es ist einer der wenigen Fälle, in denen die Plattform überbesichert war und die Kunden mehr als vollständig entschädigt wurden. Und trotzdem gab es nicht nur strafrechtliche Ermittlungen, sondern auch eine Anklage.”
Zudem äußerte sich der ehemalige FTX-Chef zu aktuellen Technologietrends. Er bedauerte, den Boom rund um Künstliche Intelligenz verpasst zu haben, und lobte zugleich den Unternehmergeist von Elon Musk. Ob seine Hoffnungen auf eine Begnadigung tatsächlich erfüllt werden, bleibt jedoch offen.
