OKEx-Gründer wegen Betrugsvorwurf von Polizei befragt

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Star Xu, der Gründer und CEO der Kryptobörse OKEx, ist in Shanghai vorübergehend von der Polizei festgenommen worden. Gegenüber den zuständigen Behörden erklärte er sich zu Vorwürfen des Betrugs und der Preismanipulation gegen seine Börse. Inzwischen ist Xu wieder auf freiem Fuß, Fragen zu seiner Festsetzung bleiben jedoch.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2019 02:07 Uhr von Andre Winterberg

Wie chinesische Medien berichten, wurde der OKEx-Gründer und CEO am 10. September in Shanghai festgenommen. Auf einem lokalen Polizeirevier befragten ihn die Beamten anschließend zu den gegen die Kryptobörse erhobenen Vorwürfe. In erster Linie ging es darum, erste Informationen darüber zu sammeln, was bei der Exchange vor sich geht und ob bzw. wie sehr der CEO in mögliche illegale Machenschaften verwickelt ist.

Interessenkonflikt zwischen OKEx und WFee?

Inhalt der Befragung ist das Engagement von Xu und OKEx für den Krypto-Token WFee. Der Token ist Teil eines Projekts, das ein WiFi-Sharing-Ökosystem auf der Blockchain entwickeln möchte. Star Xu ist erklärtermaßen in das Projekt involviert. Es stellt sich jedoch die Frage, wie stark die Kryptobörse mit dem Coin verbandelt ist. Laut Xu bestehen zwischen seinen beiden Unternehmungen keine Verbindung, allerdings ist der WFee-Token seit März 2018 auf der Börse gelistet. Damit war OKEx die erste Kryptobörse, die den Coin in ihren Kanon aufnahm.


Die Behörden wittern also einen möglichen Interessenkonflikt für Star Xu, die sich aus der doppelten Involviertheit ergibt. Dazu kommen Anklagen anderer WFee-Investoren. Im Raum steht die Vermutung, Xu habe über die Börse Preismanipulation der WFee-Tokens betrieben. Xu selbst hingegen spricht davon, auf freien Stücken mit der Polizei in Kontakt getreten zu sein, um diese mit seinen Aussagen zu unterstützen. 24 Stunden nach seiner Festsetzung war er wieder auf freiem Fuß. Der Fall, gemeinsam mit den bisher gesammelten Daten, wird an das Polizeirevier in Peking übergeben.

Aufstieg zur zweitgrößten Kryptobörse

Die Krypto-Handelsplattform OKEx hatte Star Xu bereits 2014 unter dem Namen „OKCoin“ in der Volksrepublik China gegründet. Im Zuge der staatlich erzwungenen „freiwilligen“ Schließung der chinesischen Kryptobörsen vor einem Jahr zog OKCoin unter dem Namen OKEx nach Hongkong um. Dort stieg sie – hinter dem Hongkonger Konkurrenten Binance – zur zweitgrößten Kryptohandelsplattform auf.

BTC-ECHO


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