Adam Back teilt aus 

“Satoshi war nicht geistig zurückgeblieben”

Bitcoin-Pionier Adam Back äußert sich mit heftigen Worten zur BIP-110-Kontroverse. Warum Satoshi den Vorschlag ihm zufolge nicht unterstützt hätte.

Tobias Zander
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Adam Back

Beitragsbild: Getty, KI-bearbeitet

| Einige halten Adam Back selbst für den Bitcoin-Erfinder

Der Streit in der Bitcoin-Community rund um den Soft-Fork-Entwurf BIP-110 spitzt sich wenige Wochen vor einer kritischen Aktivierungsfrist weiter zu. Blockstream-CEO Adam Back weist in einem X-Post neue Behauptungen entschieden zurück, wonach Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto den Vorschlag unterstützen würde. Sein kontroverses Statement: “Satoshi war nicht geistig zurückgeblieben”.

Außerdem spottet Back über die Initiatoren der Kampagne, weil es ihnen nicht gelungen sei, ihre Initiative zu monetarisieren. BIP-110 strebt eine temporäre Begrenzung für willkürliche Daten in Bitcoin-Transaktionen an und richtet sich damit unter anderem gegen Ordinals-Inscriptions. Laut Signaling-Daten verzeichnet der Vorschlag aktuell eine Miner-Unterstützung von 0,86 Prozent und liegt deutlich unter der notwendigen Hürde von 55 Prozent für eine Aktivierung.

Bitcoin vor dem Härtetest

Die eigentliche Zerreißprobe für das Bitcoin-Netzwerk steht mit dem Beginn des obligatorischen Signalings um Block 961.632 bevor. Adam Back prognostiziert das sofortige Scheitern des Fork-Versuchs, denn der erste Block mit verpflichtendem Signaling würde eine automatische Kettenabspaltung einleiten. Weil Bitcoin-Nodes immer der Kette mit der historisch größten kumulierten Arbeitsleistung folgen, geht der Blockstream-CEO von einer schnellen Aufgabe durch die Miner aus. Sobald sie erkennen, dass ihre Kette hinterherhinkt, fehle der wirtschaftliche Anreiz für ein Fortführen des Minings.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, dass Adam Back selbst hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto stecken könnte. Erst im April wollte die New York Times “enthüllt” haben, dass Back und Satoshi ein und dieselbe Person sind, konnte aber keine klare Evidenz liefern. Die Untersuchung stützte sich auf verschiedene Indizien, darunter Backs Arbeit an Hashcash, einem frühen Proof-of-Work-System, sowie zeitliche Überschneidungen und sprachliche Parallelen. Der im Bitcoin-Whitepaper zitierte Blockstream-CEO hat aber bereits mehrfach öffentlich bestritten, Satoshi Nakamoto zu sein.

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