US-Präsident unter Druck 

Geheime Krypto-Wallets? Warren drängt Trump zur Vermögens-Offenlegung

Neue Berichte über die Krypto-Einnahmen der Trump-Familie sorgen im US-Senat für Unruhe. Die Opposition fordert nun lückenlose Transparenz.

Tobias Zander
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Elizabeth Warren

Beitragsbild: picture alliance

| Die dezidierte Krypto-Skeptikerin Elizabeth Warren fordert mehr Transparenz von Donald Trump

Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren fordert Präsident Donald Trump in einem offiziellen Schreiben zur unverzüglichen Offenlegung seiner aktuellen Krypto-Bestände auf. Warren begründet diese Aufforderung mit der laufenden Debatte über den Clarity Act im US-Senat und verlangt Einsicht in alle digitalen Vermögenswerte bis zum Stichtag des 15. Juli 2026. Als Frist setzt die 77-jährige Politikerin den 23. Juli 2026 an, um potenzielle Interessenkonflikte vor den anstehenden Abstimmungen zu prüfen.

Hintergrund ihres Vorstoßes ist der jüngste Jahresbericht des “Amts für Regierungsethik” für das Jahr 2025. Dieser soll belegen, dass Trump im vergangenen Jahr rund 1,4 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Geschäfte einnahm. Laut Warren macht diese Summe den Großteil seines Gesamteinkommens aus, weshalb sie in ihrem Brief davor warnt, dass die anstehende Regulierung ohne strikte Regeln enorme Gefahren birgt. Der Clarity Act würde erhebliche Interessenkonflikte mit sich bringen und fast sicher den Wert der Trump’schen Krypto-Bestände steigern.

Krypto-Deals der Trump-Familie in der Kritik

Neben den persönlichen Einnahmen des US-Präsidenten beleuchtet das Schreiben auch die erweiterten Krypto-Geschäfte der Trump-Familie. Demnach halten Familienmitglieder eine dreißigprozentige Beteiligung an DT Marks Defi LLC, einer Firma, die Coinbase-Konten im Wert von über 100 Millionen US-Dollar besitzt und Anteile an World Liberty Financial hält. Warren kritisiert die derzeitige Situation, in der hochrangige Regierungsmitglieder von einer Industrie profitieren, die sie selbst regulieren können.

Reguläre Berichte für das laufende Jahr 2026 muss Trump gesetzlich erst am 15. Mai 2027 einreichen. Warren drängt deshalb auf eine freiwillige Vorab-Veröffentlichung innerhalb einer Woche, weil es jetzt präzise Daten bräuchte, um wirksame ethische Schutzmaßnahmen einzuführen. Eine Reaktion aus dem Weißen Haus liegt bisher nicht vor.

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