Wann senkt die Fed die Zinsen? Rezessionsängste in den USA: Deshalb läuft Bitcoin seitwärts

Bitcoin kommt einfach nicht von der Stelle. Mit Blick auf eine mögliche Rezession in den USA ist das nicht weiter verwunderlich.

David Scheider
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Beitragsbild: Picture Alliance

| Jerome Powell: Er kann mit Zinssenkungen Bitcoin beflügeln

Und weiter geht es seitwärts. Trotz Halving und Bitcoin ETFs kommt die Kryptoleitwährung nicht von der Stelle. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert Bitcoin (BTC) bei 61.310 USD und damit 16 Prozent unter seinem Höchststand.

Das Marktsentiment ist entsprechend abgekühlt. Der Relative Strength Index (RSI) kommt mit 64 von 100 Zählern so langsam wieder in neutrales Territorium. Beim RSI handelt es sich um einen sogenannten Momentum-Index. Bei geringen Werten gilt Bitcoin als überverkauft und eine Trendwende wird wahrscheinlicher.

Doch das aktuelle Marktumfeld könnte auch Chancen mit sich bringen. Denn mittelfristig indiziert die makroökonomische Gemengelage den größten Bitcoin-Bullrun aller Zeiten. Oder um es in den Worten von Hedgefondsmanager Raoul Pal zu sagen: Willkommen in der Bananazone.

Dass Bitcoin dieser Tage bearish notiert, ist eigentlich nicht verwunderlich. Denn die makroökonomische Gemengelage ist so schlecht wie lange nicht mehr.

Hohe Zinsen machen festverzinsliche Wertpapiere interessanter als unverzinsliche, spekulative Wertspeicher wie Bitcoin.

Globale Liquidität M2: Deshalb läuft Bitcoin seitwärts

Dem Seitwärtstrend zugrunde liegt die derzeitige geringe globale Liquidität M2.

Nach den Covid-Stimuli war die Inflation Mitte 2022 auf zweistellige Prozentsätze in den USA gestiegen. Eine Reaktion der Fed war bitter nötig. Mittlerweile ist M2 minimal gestiegen, was leise Hoffnungen weckt. Dazu später mehr.

"Das war der größte Rückgang der Geldmenge in den USA seit der großen Depression", sagt Dr. André Dragosch, Head of Research beim Krypto-Fondsanbieter ETC Group gegenüber BTC-ECHO. Das ist schlecht für Bitcoin.

Der einzige plausible Grund, weshalb Bitcoin gegeben das Marktumfeld nicht gänzlich abschmiert, sind die ETFs. Die Indexfonds von BlackRock, Fidelity und Co. waren – festhalten – der erfolgreichste Launch von ETFs in der Börsengeschichte. Bis Redaktionsschluss flossen 15 Milliarden (!) USD in die Produkte.

Doch es bahnt sich bereits Besserung an. Schließlich dürfte die globale Liquidität in den kommenden Monaten tendenziell steigen. Die EZB hat die Leitzinsen bereits gesenkt und auch die Fed stellt einen sogenannten Pivot in Aussicht. Schließlich können sich die USA die hohe Schuldenlast bei dem derzeitigen Zins von 5,5 Prozent wohl kaum auf Dauer leisten und wichtige wirtschaftliche Indikatoren wie der vom Institute for Supply Management herausgegebene Einkaufsmanager-Index (PMI) notiert bei 48,7 Prozent. Ein Wert unter 50 signalisiert fallende industrielle Aktivität in den kommenden Monaten.

Eine expansivere Geldpolitik wäre gut für Bitcoin – und gibt gerechtfertigte Hoffnungen auf ein Fortsetzen des Bullruns in den kommenden Monaten.

Im aktuellen Bitcoin Report nehmen wir die makroökonomische Gemengelage unter die Lupe. Hier liest du auch, wieso dieser Bullenmarkt längst nicht vorbei ist.

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