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Trubel um Gas-Fees Mining-Spam: Ethereum-Transaktionen explodieren

Die parabolischen Kursanstiege im dezentralisierten Ökosystem (DeFi) trieben den ETH-Kurs in den Aufwind. Dazu haben wohl auch angebliche Mining-Spams beigetragen.

Dana Hajek
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Infolge der jüngsten Kurszuwächse im denzentralisierten Ethereum-Ökosystem, lässt sich eine größere Nachfrage nach Produkten in diesem Bereich erkennen. Mehr oder weniger eingeleitet von Compound, der DeFi-Kreditplattform, die am 15. Juni ihren Governance-Token launchte, erlebt nun der Ethereum-Kurs eine wahrhaftige Wiedergeburt. Er performt den vergangen Monat deutlich besser als Bitcoin. Jetzt überfluten allerdings Mining-Spammer das Netzwerk.

50 Millionen Transaktionen in zwei Monaten

Seit das Thema rund um DeFi einen größeren Einfluss bekommt, schoss auch die Anzahl der Transaktionen in die Höhe. So stieg die tägliche Nutzung von Ethereum vor kurzem auf 1,1 Millionen Transaktionen. Dieser Stand wurde seit dem Allzeithoch 2018 mit 1,35 Millionen Transaktionen pro Tag nicht mehr erreicht. So vielversprechend diese Entwicklung auch aussieht, soll der Anstieg wohl mit einem ominösen Verhalten der Miner zusammenhängen. Bei einem Blick auf Etherscan.io führte allein der Mining-Pool Ethermine zuletzt über 13.200 Transaktionen, die weniger als 0,05 ETH betrugen, in 24 Stunden durch.

Ethermine spamming ethereum, June 2020

Auch Miner von SparkPool und Nanopool überfluteten das Netzwerk mit kleinen Transaktionen. So führte SparkPool insgesamt sechs Millionen Transaktionen durch. Nanopool prozessierte mehr als 15 Millionen Transaktionen. Laut einem Bericht von Trustnodes setzten die Miner mutmaßlich in Zeitabständen ein Vorgehen in Gang, das das Netzwerk mit automatischen Transaktionen vollspamte. Insgesamt haben diese drei Pools 50 Millionen Transaktionen in zwei Monaten durchgeführt.

25 Prozent mehr Gas-Fees für Miner

Für eine Erklärung sprechen die erhöhten Gas-Fees der Miner von Ethereum. Diese stimmten in der vergangenen Woche dafür, das Blockgas-Limit des Netzwerks um 25 Prozent zu erhöhen. Das bedeutet, dass sie statt 35 nun 44 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können. Diese Entscheidung wurde von Mitgliedern der Ethereum-Gemeinschaft kritisiert, darunter auch von einem Ethereum-Entwickler, der auf Twitter sagte, dass die Miner ihre Gewinne über die Gesundheit des Netzes stellen. Die erhöhte Kapazität soll im Idealfall dazu beitragen, die durchschnittlichen täglichen Transaktionsgebühren zu senken.

Was steckt hinter dem Spamming?

Nach der skandalösen Transaktion mit 2,6 Millionen Gas-Fees vor einigen Wochen, beschloss Bitfly, das Unternehmen hinter Ethermine, jegliche Transaktionen unabhängig von der Höhe des Betrags zu prozessieren. Sie seien „keine Schiedsrichter”, twitterten sie am 15. Juni. Daher ist die einzige legitime Erklärung dafür, dass die Miner an den Gas-Fees verdienen wollten. Schließlich hält die Überlastung des Netzes die Gas-Fees hoch, was den Minern wiederum zu Gute kommt.

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