Gold bleibt im Jahr 2026 einer der gefragtesten Anlagewerte. Im ersten Quartal stieg die weltweite Nachfrage laut World Gold Council auf 1.231 Tonnen und lag damit zwei Prozent über dem Vorjahr. Das moderate Volumenwachstum führte in Verbindung mit dem außergewöhnlichen Preisanstieg bei Gold zu einem sprunghaften Anstieg des Wertes der vierteljährlichen Nachfrage um 74 Prozent. Bereits im Januar erreichte Gold ein Allzeithoch bei 5.417 US Dollar, ehe es seit Beginn des Iran-Kriegs zu einem Rücksetzer kam.
Obwohl Kapital an den Märkten zuletzt auch wieder in Bitcoin und andere Risiko-Anlagen floss, blieb die Nachfrage nach physischem Gold bemerkenswert robust. Bei ETFs zeigte sich dagegen ein anderes Bild, da Abflüsse im März die Dynamik bremsten. Zentralbanken wiederum blieben ein stabiler Nachfragefaktor und stockten ihre Reserven im ersten Quartal weiter auf. Auf der Angebotsseite legte die Produktion derweil nur moderat zu, obwohl Minen neue Rekorde erreichten.
Das Zusammenspiel aus geopolitischer Unsicherheit und knapperem Angebot stützt den Goldpreis. Für Anleger wird nun kurzfristig die charttechnische Lage relevant. Dafür blicken wir auf PAX Gold, einen der beliebtesten Gold-Token im Krypto-Markt.
PAX Gold in der charttechnischen Analyse
In den letzten 12–24 Stunden pendelte der Kurs zwischen 4.547,26 US-Dollar (Low) und 4.604,08 US-Dollar (High) basierend auf den letzten drei bis sechs 4h-Candles. Der aktuelle Schlusskurs liegt bei 4.559,82 US-Dollar und damit rund 29,72 US-Dollar bzw. 0,65 Prozent unter dem Vortagesschluss von 4.589,54 US-Dollar. Das kurzfristige Kursverhalten zeigt eine leichte Abwärtsneigung gegenüber der Entwicklung der letzten Tage.
Der Kurs notiert klar unter dem EMA-20 (4.629,31 US-Dollar), und die Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs bestätigt kurzfristige Schwäche. Unterstützungen liegen bei 4.547,26 US-Dollar (tagesaktives Tief) und rund 4.500,00 US-Dollar; unmittelbare Widerstände bei 4.629,31 US-Dollar (EMA-20) und dem Fibonacci-Level bei 4.748,48 US-Dollar. Solange der Kurs unter dem EMA bleibt, ist die Marktlage neutral bis leicht bärisch.
Der RSI liegt bei 42,50 und signalisiert schwächeres Momentum ohne eindeutige Überverkauft-Marke. Das Histogramm des Momentum-Indikators flacht ab, was auf eine Abschwächung des Abwärtsdrucks und mögliche Stabilisierung hindeutet. Die Bollinger-Band-Breite beträgt rund 219,85 US-Dollar, was auf moderate, aber erhöhte Schwankungen hinweist. Der Markt befindet sich in einer angespannten Konsolidierungsphase mit erhöhter Unsicherheit.
Kurzfristige Goldpreis-Prognose
Kurzfristig bleibt die Prognose neutral bis leicht bärisch. Klare Unterstützungen liegen bei 4.547,26 US-Dollar und 4.500,00 US-Dollar; unmittelbare Widerstände bei 4.629,31 US-Dollar (EMA-20) und 4.748,48 US-Dollar (Fibonacci/Abwärtstrend). Ein Ausbruch über 4.750 US-Dollar würde kurzfristig Entspannung bringen und eine Trendwende ermöglichen, während ein Bruch unter 4.500 US-Dollar zu verstärkter Abwärtsdynamik führen dürfte. Anleger im Jahr 2026 sollten Stop-Loss-Level an den Invalidationspunkten setzen und das Risiko entsprechend der oben genannten Szenarien managen.
Neutrales Szenario – Wahrscheinlichkeit 45 Prozent
Der Kurs bewegt sich zunächst in einer Spanne zwischen 4.500 und 4.700 US-Dollar. Voraussetzung dafür ist eine Stabilisierung des RSI oberhalb von 40 sowie eine anhaltende Konsolidierung zwischen der Unterstützung bei 4.500 US-Dollar und dem EMA-20 bei 4.629,31 US-Dollar.
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Bullishes Szenario – Wahrscheinlichkeit 20 Prozent
Ein nachhaltiger Ausbruch über 4.748,48 US-Dollar könnte neues Aufwärtsmomentum freisetzen. Steigendes Volumen, ein RSI über 50 und ein Schlusskurs oberhalb des EMA-20 würden die Chancen auf eine Bewegung in Richtung 4.900 US-Dollar erhöhen.
Bearishes Szenario – Wahrscheinlichkeit 35 Prozent
Fällt der Kurs unter die Marke von 4.500 US-Dollar, droht eine Ausweitung der Korrektur. Rutscht der RSI dabei unter 40 und bestätigt sich der Bruch mit höherem Volumen, könnte der Kurs in den Bereich zwischen 4.200 und 4.500 US-Dollar zurücksetzen.

