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Blockchain Gaming Erstes Litecoin Game kommt aus Deutschland

Die Litecoin-Blockchain hat mit Litebringer ihr erstes Blockchain Game erhalten. Der Hybdrid aus Idle Game, Online RPG und Trading-Simulation wurde von einem Regensburger Software-Unternehmen entwickelt und ist seit dem 14. September online – beziehungsweise on-chain.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Cipsoft

Die Regensburger Softwareschmiede Cipsoft hat das erste Blockchain Game für Litecoin entwickelt. Litebringer – so der Name des Idle Games – findet nicht auf Servern, sondern ausschließlich auf der Litecoin Blockchain statt. Das bedeutet wiederum, dass jede Interaktion mit dem Spiel defacto eine Litecoin-Transaktion ist.

Bereits bei der Charaktererstellung muss die Wallet gezückt werden: Mit 0,00032 LTC (derzeit etwa 1,3 Eurocent) fallen die Kosten dafür jedoch niedrig aus.

Möglich machen das die im Vergleich zum großen Bruder Bitcoin niedrigen Transaktionsgebühren bei Litecoin. Neben dessen vergleichsweise hohem Bekanntheitsgrad waren die niedrigen Transaktionsgebühren ausschlaggebend für die Wahl von Litecoin als Basis für Litebringer.

Warum nicht Bitcoin oder Ethereum? Der erste Grund dafür ist, dass Litecoin sehr populär und weit verbreitet ist und es einfach ist, Litecoin an einer Börse zu bekommen. und der zweite Grund, der noch wichtiger ist, sind die sehr niedrigen Transaktionsgebühren,

erklärt Cipsoft-Chairman Stephan Vogler in einem Livestream der Litecoin Foundation.

Hat man seinen Helden gewählt – Krieger, Dieb oder Magier – geht es ans „Grinden“. Man kann seinen Avatar auf Missionen schicken, um Belohnungen in Form von neuen Ausrüstungsgegenständen zu verdienen. Die Items lassen sich sodann zur Verbesserung der Figur einsetzen – oder monetarisieren. Das Pay-to-play-Prinzip von Litebringer ist nämlich kleine Einbahnstraße: Spieler können ihre Items untereinander gegen Litecoins tauschen.

Schwarzmarkt: Reales Problem im Virtuellen Raum

Cipsoft ist alles andere als ein Neuling im Online Gaming. Mit dem Online RPG Tibia hat das Unternehmen seit dessen Launch im Jahr 1997 nach eigenen Angaben über 100 Millionen US-Dollar umgesetzt. Dabei hat Cipsoft auch negative Erfahrungen gemacht: Um Gegenstände aus Tibia hat sich laut Vogler ein reger Online-Schwarzmarkt entwickelt. Damit Trading-begeisterte Spieler nicht in die Illegalität abdriften müssen, bildet der Handel einen integralen Bestandteil von Litebringer, das sich gleichermaßen als Idle Game, RPG und komplexe Trading-Simulation versteht. Durch die Blockchain-Basis erhalten Spieler die volle Kontrolle über ihre Charaktere, Ressourcen und Ausrüstungsgegenstände – ein Umstand, der das Trading weiter begünstigt.

In der Pressemitteilung zum Launch von Litebringer begrüßt Litecoin-Gründer Charlie Lee den Blockchain-Gaming-Vorstoß aus Regensburg:

Einer der Pioniere des Online-Gamings, der den nächsten Schritt macht und das erste echte Litecoin-Spiel entwickelt, ist großartig zu sehen.

Um das Onboarding neuer Spieler zu erleichtern, hat Vogler einen Litecoin Faucet angekündigt, der Einsteiger mit einem Startkapital in LTC versorgen soll. Zu Redaktionsschluss scheint der Faucet jedoch noch nicht beziehungsweise nicht mehr eingerichtet zu sein. Dennoch ist Litebringer ein gutes (und bislang noch seltenes) Beispiel dafür, wie Entwickler etwas auf die – buchstäbliche – Kette bekommen.

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