Wall Street rückt an 

Der Anbieter hinter dem S&P 500 steigt bei Prognosemärkten ein

Der Anbieter des bekanntesten Aktienindex der Welt macht gemeinsame Sache mit einer Wettplattform. Der zweite Teil der Vereinbarung ist dabei der interessantere.

Ludwig Schlick
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Kalshi-Logo auf einem Smartphone vor einem Computerbildschirm.

Beitragsbild: Shutterstock

| Kalshi darf künftig Kontrakte auf die Indizes von S&P Dow Jones anbieten

S&P Dow Jones Indices arbeitet künftig mit der Prognosemarkt-Plattform Kalshi zusammen. Kalshi wird damit zur bevorzugten Plattform für Ereigniskontrakte, die an die Indizes des Anbieters gekoppelt sind. Abgerechnet wird anhand der offiziell veröffentlichten Indexstände.

Nutzer können also künftig darauf wetten, wo der S&P 500 zu einem bestimmten Zeitpunkt steht, und zwar mit den Zahlen des Indexanbieters selbst als Grundlage.

Indizes, die Erwartungen messen

Weiter trägt allerdings der zweite Teil der Vereinbarung. S&P Dow Jones prüft, eigene Indizes auf Basis der Handelsdaten von Kalshi zu entwickeln. Diese würden keine Kurse abbilden, sondern Markterwartungen zu wirtschaftlichen Entwicklungen, geopolitischen Ergebnissen oder Sportereignissen.

Die Partnerschaft reiht sich in eine Reihe ähnlicher Schritte ein. Intercontinental Exchange, Mutterkonzern der New Yorker Börse, sagte im Oktober 2025 bis zu zwei Milliarden US-Dollar für eine Beteiligung an Polymarket zu. Die Nasdaq beantragte im März eigene Kontrakte auf ihren Leitindex und arbeitet seit August mit Kalshi bei der Marktüberwachung zusammen.

Der Mutterkonzern S&P Global meldete am selben Tag den Abschluss einer weiteren Übernahme: Das auf Sicherheitsprüfungen für Smart Contracts spezialisierte Unternehmen OpenZeppelin gehört nun zum Konzern, zum Preis machten beide Seiten keine Angaben.

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