Der große Faktencheck Das Märchen vom Klimakiller: So viel verbraucht Bitcoin Mining wirklich
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Bitcoin

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Die Klimadebatte um Bitcoin Mining ist nicht neu, aber aufgeheizt. Höchste Zeit für den Faktencheck: Was ist dran am Mythos “Klimakiller Bitcoin”?

Es liegt wohl an der schwer zu vermittelnden Bildsprache, weshalb die größte Kryptowährung ihr Image vom “Klimakiller” und “Energiefresser” nicht loswird. Riesige Industriehallen, in denen tausende Hochleistungschips mathematische Aufgaben lösen und dabei so viel CO₂ in die Welt setzen, wie die Niederlande, um am Ende etwas zu produzieren, das sich nicht anfassen, nicht sehen lässt: Das stellt unser Verständnis von Wertschöpfung auf eine harte Probe.


Ob Bitcoin als überaus effiziente Form der Energienutzung, oder als absolute Ressourcenverschwendung gesehen wird, ist Glaubenssache und entscheidet sich letztlich an einer Verteilungsfrage: Welche Industrie hat einen Anspruch auf gesellschaftliche Ressourcen? In Zeiten des nicht mehr zu leugnenden Klimanotstands ist diese Frage dringlicher denn je – und der Bitcoin- Energieverbrauch mit seinem energiehungrigen Proof of Work Mining als Tatverdächtiger in aller Munde. Dabei ist Mining kein verschwenderischer Vorgang, sondern eine geniale Lösung für ein komplexes Problem.

Quelle: https://cbeci.org/cbeci/comparisons

Was Mining für Bitcoin leistet

Die Klimadebatte um Bitcoin zeigt immer wieder: Vorurteile gründen auf einfachen Verständnisschwierigkeiten und beginnen oftmals am Anfang der Wertschöpfungskette – im Fall Bitcoin also beim Mining. Das ist auch nicht verwunderlich. Der Vorgang ist nicht gerade intuitiv und erfordert eine gewisse Technikaffinität. Im Grunde ist Mining bereits ein Kunstgriff, denn geschürft wird im Bitcoin-Netzwerk eigentlich nichts. Miner sind lediglich spezielle Netzwerkknotenpunkte, sogenannte Nodes, die sich aus dem Pool kürzlich getätigter Transaktionen eine gewisse Anzahl herausnehmen und diese in einen Datenblock (Candidate Block) zusammenschnüren.


Dabei wetteifern die Mining Nodes um das Finden eines gültigen Hashes des Block Headers, der kleiner als das aktuelle Difficulty Target ist. Heraus kommt ein Hash, der nachweislich schwer zu erzeugen (Proof of Work), aber trivial zu verifizieren ist. So kann sich jeder Netzwerkteilnehmer und jede Netzwerkteilnehmerin sicher sein, dass tatsächlich Ressourcen-aufwändige Arbeit erbracht wurde. Wer es zuerst schafft, den gesuchten Hash zu erzeugen, wird vom Netzwerk mit dem Block Subsidy in Höhe von aktuell 6,25 BTC fürstlich bezahlt.

Miner:innen wenden also knappe Ressourcen in Form von Energie auf und werden für diese Ausgabe entlohnt. Da theoretisch jeder und jede an dem Wettbewerb teilnehmen kann, ist Proof of Work (PoW) der fairste uns bekannteste Mechanismus, eine neue Geldform dezentral in Umlauf zu bringen – das Sprichwort “There is no free lunch” passt bei Bitcoin wie die Faust aufs Auge.


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