CipherTrace-Studie Krypto-Kriminalität sinkt, während DeFi-Hacks steigen
Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lachende und traurige Maske

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Wie die Blockchain-Analysefirma CipherTrace jüngst in einer Studie offenbart, ist die Krypto-Kriminalität insgesamt um 66 Prozent zurückgegangen – im DeFi-Bereich hingegen werden kritische Zahlen deutlich.

Wie es aus einer veröffentlichten Studie der Blockchain-Analysefirma CipherTrace hervorgeht, konnten Kriminelle in den vergangenen Monaten wesentlich weniger Bitcoin und Co. erbeuten als im Vorjahr. Dies liege vor allem an verbesserten Sicherheitsstandards bei Krypto-Börsen, so schreibt es der Nachrichtendienst Reuters am 10. November. Genauer gesagt summierten sich die Diebstähle, Hacks und Betrügereien in diesem Jahr auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 66 Prozent zum Vorjahr. Wohlgemerkt umfasst der Betrag von diesem Jahr nur die ersten zehn Monate, es könnten demnach noch drastische Krypto-Straftaten aufgedeckt werden.


Dezentrale Finanzen: Neue Zielscheibe Krimineller

Während die Kriminalität auf Krypto-Börsen insgesamt deutlich zurückgegangen ist, richten sich Hacker und Betrüger CipherTrace zufolge inzwischen vermehrt auf den DeFi-Bereich. Demnach läpperten sich allein Diebstahl und Hacks (Betrug ausgeschlossen) auf Verluste von rund 468 Millionen US-Dollar, heißt es in der Analyse weiter. Dies entspreche einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zu 2019. Davon hatten etwa ein Fünftel den boomenden DeFi-Sektor als Zielscheibe.


Krypto-Börsen werden sicherer

Dennoch haben Krypto-Börsen und -Start-ups über die letzten Jahre wohl ihre Lektion gelernt. Laut dem Marktforschungsunternehmen haben sie ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich verbessert. Somit sei der Rückgang der Kriminalität nicht auf einen Rückgang an Kriminellen zurückzuführen, sondern auf die gesteigerten Sicherheitsmaßnahmen, erklört Dave Jevans, CEO von CipherTrace gegenüber Reuters. Folglich werden große Hackerangriffe Jevans zufolge „daher weniger”. Andererseits seien Unternehmen aus dem DeFi-Bereich „übereilt auf den Markt gedrängt, ohne ihre Plattformen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen”, sagt CEO Jevans. „So finden Leute die Schwächen heraus.”

DeFi-Börsen als krimineller Zufluchtsort

Dezentrale Finanzanwendungen zählen wohl zu den größten Kassenschlagern in diesem Jahr. DeFipulse zufolge verdreifachte sich der Total Value Locked (TVL), also das Gesamtvolumen aller in DeFi-Plattformen gebundenen Token, allein in den vergangenen drei Monaten auf 12,6 Milliarden US-Dollar. Die populärsten DeFi-Plattformen laufen über offene Smart Contracts. Prinzipiell kann jede Person, die der Programmiersprache mächtig ist, den Code überprüfen, weswegen sich Nutzer vermeintlich „sicherer” fühlen. Doch wie CEO Jevans von CipherTrace warnt, biete DeFi so einen regelrechten „Zufluchtsort“ für Kriminelle, die darüber naive Benutzer ausbeuten. Zudem unterliegen viele dieser Firmen keiner staatlichen Regulierung oder Kontrolle. KYC-Richtlinien greifen im DeFi-Sektor nicht. Dadurch seien sie für Geldwäsche ein idealer Anlaufpunkt, meint Jevans.


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