Der Kurs von Chainlink (LINK) stand, wie der gesamte Kryptomarkt, infolge der jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Zollstreit mit China erheblich unter Druck. Auf dem Tageschart verzeichnete LINK zunächst einen deutlichen Rückgang, konnte sich jedoch bemerkenswert rasch erholen und notiert inzwischen wieder oberhalb des 800 Tage EMA. Sollte dieser Bereich in den kommenden Tagen erfolgreich als Support bestätigt werden, könnte dies ein stabilisierendes technisches Signal darstellen. Nach oben hin trifft der Kurs allerdings auf eine markante Widerstandszone, die zuvor als Support diente, ein typisches Muster nach einer dynamischen Korrektur.
Die Heatmap (oben links im nachfolgenden Chart) zeigt, dass der vorherige Abverkauf die darunterliegende Liquidität weitgehend absorbiert hat. Nennenswerte Liquiditätsansammlungen befinden sich erst wieder ab etwa 25 US-Dollar, was kurzfristig für eine gewisse Marktstabilität sorgen könnte. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung stark vom Bitcoin Kurs und dem traditionellen Marktumfeld abhängig. Der Nasdaq eröffnete mit einem Abwärts Gap von rund 500 Punkten, sollte dieses im Tagesverlauf geschlossen werden, wäre eine temporäre Gegenbewegung bei Bitcoin möglich, gefolgt von einer weiteren Korrekturphase, die sich auch auf LINK auswirken dürfte.
Die Indikatoren liefern ein neutrales bis leicht positives Bild. Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) signalisiert nachlassendes negatives Momentum, während sich der RSI (Relative Strength Index) im mittleren Bereich hält und damit Raum für Aufwärtsbewegungen bietet. Dennoch gilt: Politisch bedingte Schlagzeilen oder eine Verschärfung der Zollrhetorik könnten jederzeit für erhöhte Volatilität sorgen und kurzfristige technische Signale überlagern.
4-Stunden-Chart zeigt Erholung unter bedeutendem Widerstand
Im 4-Stunden-Chart präsentiert sich Chainlink (LINK) mit einer technisch klar definierten Struktur. Der Kurs bewegt sich aktuell direkt unterhalb eines zentralen Widerstandsbereichs, in dem sich der 50 EMA und der 800 EMA kreuzen, ein markantes technisches Hindernis, das kurzfristig über die weitere Richtung entscheiden dürfte. Für eine nachhaltige bullishe Bewegung müsste LINK diesen Bereich überzeugend überwinden und anschließend als neuen Support bestätigen. Erst dann wäre der Weg frei für eine Fortsetzung der Erholung.
Vor einem potenziellen Ausbruch erscheint eine kurzfristige Konsolidierung wahrscheinlich, insbesondere in Richtung des Point of Control (POC) sowie des 200 EMA auf dem 4-Stunden-Chart. Diese Zonen könnten neues Momentum schaffen, bevor eine erneute Aufwärtsbewegung einsetzt. Sollte der Kurs am aktuellen Widerstand scheitern, wäre ein Rücklauf an die grüne Support-Linie oder sogar bis in die grüne Box denkbar, wo sich potenzielle Käuferzonen befinden.
Der RSI (Relative Strength Index) und der MACD (Moving Average Convergence Divergence) deuten derzeit auf eine fortschreitende Erholung hin, was grundsätzlich für eine Aufwärtsbewegung spricht. Dennoch ist Vorsicht geboten: Aufgrund der politischen Unsicherheiten kann die technische Signallage kurzfristig an Aussagekraft verlieren. Die Analyse der Liquidation Levels (unten links im nachfolgenden Chart) zeigt zudem, dass sich zuletzt vermehrt Long-Positionen aufgebaut haben, während im aktuellen Preisbereich weiterhin ein Short Delta dominiert. Dieses Ungleichgewicht lässt erkennen, dass die Verkäuferseite kurzfristig noch leicht überwiegt, was den Kurs temporär belasten könnte.
Insgesamt zeigt Chainlink ein solides technisches Fundament mit Erholungspotenzial, bleibt jedoch sensibel gegenüber makroökonomischen Entwicklungen und politischen Einflüssen.
Über den Autor
Bastian Keller (Bitbull) agiert seit 2015 eigenständig im Forex-Markt und ist seit 2018 hauptberuflicher Trader im Krypto-Markt. Diese Expertise teilt er aktiv auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, insbesondere auf seinem YouTube-Kanal “Bitbull Trading“, mit mehr als 125.000 Abonnenten. Ebenfalls hat Bitbull die Plattform TradeMania ins Leben gerufen, die Einsteigern den Start ins Krypto-Trading vereinfachen soll.


