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Chainalysis und FBI Umgeht Russland mithilfe von Krypto Sanktionen?

Kryptowährungen im Russland-Ukraine-Konflikt: Fluch oder Segen? Chainalysis und das FBI räumt mit den Ängsten rund um die Umgehung von Sanktionen auf.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Russische Flagge hinter Stop-Schild

Quelle: Shutterstock

Kryptowährung spielten bisher eine durchaus große Rolle im Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine. Während sich die Nachrichten über Krypto-Spenden in Millionenhöhe häufen, gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die die Umgehung von Sanktionen gegen den Kreml durch Kryptowährungen fürchten.

Das Blockchain-Analyse-Unternehmen Chainalysis entwickelte daraufhin eine Anwendung, die von den Sanktionen betroffene Wallets identifizieren kann. “Das Chainalysis Oracle ist ein Smart Contract, der von anderen Smart Contracts aufgerufen werden kann, um eine Wallet zu validieren, bevor eine Interaktion mit dem zweiten Vertrag möglich ist”, heißt es in einer Pressemeldung, die BTC-ECHO vorliegt.

Oracles werden genutzt, um externe Daten auf eine Blockchain zu bringen. Dabei verifizieren Oracles bestimmte Informationen aus der realen Welt und stellen diese dann Smart Contracts im Blockchain-Ökosystem bereit. In diesem Fall kann also das Chainalysis Oracle die Informationen über die westlichen Sanktionen gegen Russland in die Blockchain-Welt einspeisen.

“Jetzt ist es an der Zeit, dass die Branche demonstriert, dass die inhärente Transparenz von Blockchains Kryptowährungen zu einem wirksamen Abschreckungsmittel gegen die Umgehung von Sanktionen macht”, erklärt Michael Gronager, Mitbegründer und CEO von Chainalysis. “In Erwartung laufender Sanktionen haben wir der Entwicklung dieser Tools Priorität eingeräumt, damit alle Teilnehmer des Kryptowährungsmarktes über das verfügen, was sie brauchen, um diese Transparenz zu nutzen und ein grundlegendes Sanktions-Screening durchzuführen, ohne dass ihnen Kosten entstehen”, so der CEO weiter.

FBI-Chef warnt Russland

Auch vonseiten der traditionellen Strafverfolgung erhält das Argument, mit Kryptowährungen Sanktionen umgehen zu können, keinerlei Beifall.

Christopher Wray, Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), erklärte in einer Senats-Anhörung des Select Committee on Intelligence am 10. März, dass Russland wohl mit Fiatgeld besser aufgestellt wäre, westlichen Sanktionen gegen den Kreml auszuschalten.

“Die Fähigkeit der Russen, die Sanktionen mit Kryptowährungen zu umgehen, wird wahrscheinlich von ihnen und anderen stark überschätzt”, so der FBI-Chef während der Anhörung. Weiterhin erklärte er, dass das FBI “maßgebliche Fachkenntnisse” in dem Bereich entwickelt habe und bezieht sich in diesem Zuge auf jüngste Krypto-Beschlagnahmungen in der Strafverfolgung.

“Wir sind als Gemeinschaft und mit unseren Partnern in Übersee weitaus effektiver, als ihnen [Russland; Anm. d. R.] manchmal bewusst ist, und es gibt eine Menge Fachwissen in Bezug auf Instrumente und Strategien, um diese Art von Bemühungen zu verhindern” erklärt Wray außerdem. “Letztlich geht es darum, Zugang zu einer Form von Fiat-Währung zu erhalten, was eine größere Herausforderung darstellt”.

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