Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC): Aus dem Weg, die Bullen kommen!
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bullen-Figur blickt auf Bitcoin-Münze

Quelle: Shutterstock

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Die Bären haben Hitzefrei: Schmelzende BTC-Reserven an den Börsen und eine hohe Korrelation zum begehrtesten aller Bodenschätze bilden den Nährboden für eine wunderbare Spätsommer-Rallye.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) schreitet voran und nähert sich allmählich der 12.000 US-Dollar-Marke. Mit einem Plus von 0,8 Prozent im Tagesvergleich notiert die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bei aktuell 11.706 US-Dollar. Auf Wochensicht kann die Krypto-Leitwährung somit um 5,8 Prozent zulegen.


Bitcoin-Kurs im

Während der Bitcoin-Kurs weiter gen Norden steuert, schmelzen die BTC-Reserven an den Börsen. Wie sich am Knick der Kurve bei unterer Grafik von Glassnode ablesen lässt, schwinden die BTC-Bestände zeitgleich mit dem Anstieg des Bitcoin-Kurs.

Der Blockchain-Analyst Cole Garner bemerkte zudem, dass es am 4. August zu einem großen Ausverkauf kam. Wale haben die kurzzeitige Talsohle beim Bitcoin-Kurs genutzt, um noch rasch zu günstigen Konditionen inmitten eines Bull Runs einzusteigen. Der Long Squeeze am 2. August hatte zuvor einen Kursrutsch von knapp 1.000 US-Dollar ausgelöst. Die Nachzügler unter den Walen haben sich diese kurze Erosion zu Nutze gemacht.

Bitcoin, das neue Gold

Der Goldpreis und Bitcoin-Kurs gehen aktuell als Krisengewinner hervor. Gold schwingt sich mit über 2.000 US-Dollar pro Feinunze von einem zum nächsten Allzeithoch, während Bitcoin geradewegs auf 12.000 US-Dollar und somit auf ein neues Jahreshoch zusteuert.

Angetrieben durch die maßlose Geldentwertungspolitik der Notenbanken und billionenschweren Rettungspakete der Regierungen, retten Anleger ihr Kapital in inflationsgeschützte sichere Häfen. Während die Weltwirtschaft auf die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zusteuert, stehen die Indikatoren am Krypto-Markt so bullish wie lange nicht mehr.

Da nimmt es nicht wunder, dass die Korrelation beider Assets in die Höhe schnellt und mit 68,7 Prozent ein Jahreshoch erreicht hat.

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Nicht nur Bitcoin-Maximalisten sehen darin einen lang anhaltenden Auwärtstrend der Krypto-Leitwährung. Auch Bloomberg kommt im aktuellen Crypto-Outlook zu dem Schluss, dass die Bitcoin-Stunde geschlagen hat:

Die bisher höchste 52-Wochen-Korrelation von Bitcoin zu Gold deutet darauf hin, dass sich die Kryptowährung unserer Ansicht nach zum Digital-Asset-Äquivalent des Edelmetalls entwickelt.

Bitcoin sticht Gold aus

Hinsichtlich der Volatilität gewinnt Bitcoin sogar die „Oberhand gegenüber Gold“.

Das niedrigste jährliche Volatilitätsniveau im Vergleich zu Gold seit etwa drei Jahren begünstigt den Kursanstieg von Bitcoin. Gemessen am Preis pro Unze des Edelmetalls ist die [Volatitlität von] Bitcoin […] seit Oktober 2017 etwa gleich hoch.

Doch damit nicht genug. Auch im Vergleich zum Index der größten elektronischen US-Börse NASDAQ konnte Bitcoin deutlich zulegen.

Es ist wahrscheinlicher, dass Bitcoin höhere Niveaus als die Nasdaq aufrechterhalten wird, und zwar aufgrund der steigenden Nachfrage gegenüber dem sinkenden Angebot und der geringeren Volatilität gegenüber dem Nasdaq Composite Index. Die Liquidität der Zentralbanken und fiskalische Rettungsmaßnahmen könnten die Abwärtsbewegung der Aktien begrenzen, aber sie sind ein wichtiger Katalysator für den Bullenmarkt der Quasi-Währungen Bitcoin und Gold,

bewertet Mike McGlone die Marktlage in dem Bloomberg-Bericht. Was die Bitcoin-Volatilitätsentwicklung anbelangt, sei das Asset demnach „reif für einen Anstieg von 1 zu 1 gegenüber dem Nasdaq“. Kein unwichtiger Indikator, schließlich galt die hohe Volatilität lange Zeit als Hinderungsgrund für Großinvestoren, in den Markt einzusteigen.

Weg frei zur Massen-Adaption

Die Bedingungen für einen andauernden Wachstumstrend stehen also mehr als günstig. Sinkende BTC-Bestände an den Börsen, eine hohe Korrelation zu Gold und geringe Volatilität des Assets gepaart mit konstant steigenden Krypto-Investments von Vermögensverwaltern wie Grayscale, steigenden Handelsvolumina bei den Termingschäften und Etablierung börsengehandelter Finanzinstrumente wie Bitcoin ETPs führen zu der aufmunternden Schlussfolgerung:

Es muss schon etwas schief gehen, um die Mainstream Bitcoin Adaption zu stoppen.

Bezieht man noch die deflationäre Knappheit des Assets und den Vermögenstransfer von einer alten zu einer neuen Krypto-affinen Generation in das Kalkül mitein, weist der Weg für den Bitcoin-Kurs nur in eine Richtung: nach oben.

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