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Krypto in der Krise Bitcoin-Börsen: Boom während Corona-Crash

Die Bitcoin-Börse Coinbase hat während des Corona-Crashs in den vergangenen Wochen ein Rekordhoch verzeichnet.

Phillip Horch
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Beitragsbild: Shutterstock

Der Corona-Crash hatte sowohl den traditionellen als auch den Krypto-Markt in den letzten Wochen fest im Griff. So sank der Bitcoin-Kurs (BTC) zwischenzeitlich auf unter 4.000 US-Dollar und zog sämtliche Altcoins mit in die Tiefe. Auch der deutsche Aktienindex DAX sowie Öl, Gold und andere Assets waren von den Panik-Verkäufen vieler Anleger erfasst. Hier war es vor allem die Verunsicherung der Anleger, der viele dazu brachte, ihre Kapitalanlagen zugunsten von Cash-Positionen aufzulösen. Die starken Abverkäufe brachten die Fundamente der Märkte stark ins Wanken. Doch es gab auch wirtschaftliche Gewinner: die Bitcoin-Börsen.

Bitcoin-Börse Coinbase verzeichnet Rekordvolumen

Zu diesen gehört etwa die US-amerikanische Bitcoin-Börse Coinbase. Diese verzeichnete ein Rekord-Handelsvolumen sowie starke Anstiege im Traffic, als die Kurse von Bitcoin & Co. zusammenbrachen. Laut Coindesk habe die Exchange am 12. und 13. März ein Krypto-Handelsvolumen von 2 Milliarden US-Dollar verzeichnet. An besagtem Donnerstag habe das gesamte Handelsvolumen der Bitcoin-Börse den eigenen Rekord um über 50 Prozent gebrochen, wie Coinbase-Geschäftsführer Brian Armstrong gegenüber dem Branchenmedium bestätigt hatte.

Bitwala-Nutzer hodlen durch den Crash

Auch hierzulande wurden in diesem Zusammenhang Rekordzahlen geschrieben. So vermeldete auch Bitcoin-Wallet-Anbieter Bitwala am 16. März Höchstwerte. Das Unternehmen hatte hier außerdem eine aufschlussreiche Beobachtung gemacht. Demnach haben 3 von 4 der 50.000 Kunden ihre Bitcoin während des Crashs nicht verkauft, sondern neue BTC gekauft, um sich beim „Dip“ einzudecken.

Dazu Ben Jones, Geschäftsführer von Bitwala:

Die Reaktion unserer Kunden signalisiert auch Hoffnung in Zeiten der weltweiten Krise: Während im Kampf gegen Covid-19 die Landesgrenzen geschlossen und einige grundlegende Menschenrechte ausgesetzt werden, glauben die „Hodler”, dass wir Bitcoin in einer neuen, vernetzten Zukunft brauchen, um digitale Werte über das Web3 auszutauschen. Die aktuell von der Federal Reserve getroffenen Maßnahmen sind ein Pflaster in unsicheren Zeiten. Trotzdem befürchten viele, dass fortwährendes Gelddrucken durch Regierungen und Zentralbanken als Reaktion auf die Krise früher oder später zur Erosion der staatlich gestützten Fiatwährungen führen wird. Deshalb ziehen viele Hodler nicht korrumpierbare Bitcoin den ungewissen geldpolitischen Auswirkungen während der Krise vor.

Ob sich Bitcoin als krisenfeste Safe-Haven-Währung etablieren kann, bleibt indes abzuwarten.

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