Nach 1.000% Wachstum kommen erste Zweifel am Ether-Kurs

Nach 1.000% Wachstum kommen erste Zweifel am Ether-Kurs

Der Ether Kurs ist am gestrigen Tag, nach einer erfolgreich durchgeführten Hard-Fork um mehr als 5% gestiegen. Grund für die Hard Fork war das gescheiterte The DAO Projekt, was einst mit mehr als 160 Millionen US-Dollar Investment als die größte Erfolgsgeschichten im Crowdfunding gefeiert wurde.

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Insgesamt spricht die Mehrheit von einer aus dem Hack vorherrschenden Unsicherheit. Man muss hier zudem bedenken, dass die digitale Währung im Gegensatz zu Bitcoin erst seit 2015 existiert. Bitcoins erster Block hingegen wurde im Januar 2009 geschürft. Damit ist der Ethereum Markt weitaus weniger ausgereift als der von Bitcoin.

Petar Zivkovksi, Direktor der Bitcoin Trading-Plattform Whaleclub sagte Ether werde sich nach der Fork in eine Phase „der großen Unsicherheit“ bewegen.

Zivkovksi:

„Ich erwarte eine gewisse Volatilität, jedoch befinden wir uns in einem Markt für Kryptowährungen, der ermüdet ist von großen Sprüngen. Somit werden die Schwingungen vermutlich etwas gedämpft ausfallen.“

Zivkovksi sprach auch von potentiellen Gegenwinden in Form von einem hohen Volumen, das einen ausgeprägten Verkaufsdruck auf den Markt ausübt.


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Investor und Geschäftsmann Vinny Lingham sprach ebenfalls von kurzfristigen Preisschwankungen, denen sich Ether kurzfristig ausgesetzt sehen wird.

Lingham, dessen Startup Civic auf der Blockchain Technologie basiert könnte sich sogar vorstellen, dass Bitcoin von der Unsicherheit im Ethereum Markt profitieren könnte. Laut Lingham könnten Investoren ihr Geld aus dem Ether Markt in etwas sichere Gewässer wie Bitcoin bewegen.

„Ich erwarte einige Kursschwankungen. Einige ETH Holder werden ihre Ether in Bitcoin tauschen und für einen zeitweisen Bitcoin-Kursanstieg sorgen. Ether hingegen wird einen Flash-Crash erleben.“

Unveränderbarkeit wird in Frage gestellt

Eine mindestens genauso wichtige Frage ist die Frage über die „Unveränderbarkeit der Blockchain“ die mit der Durchführung einer Hard Fork gänzlich in Frage gestellt wird. Hier wird darüber diskutiert ob die Unveränderbarkeit eine Charakteristik der Blockchain ist und damit eine Notwendigkeit und den Werterhalt des Tokens.

Die Hard Fork erntete einige Kritik aus der Community, nicht zuletzt weil sie gezeigt hat, dass die Blockchain künstlich veränderbar ist und damit eine der Schlüsseleingeschaften des Netzwerks untergraben wurde.

Dennoch, auf Nachfrage positionierten sich die meisten Marktbeobachter auf der Pro Hard Fork Seite. Sie sehen in der Hard Fork einen „Fortschritt“ der Ethereum Community und gehen von einem langfristigen Nutzen daraus aus.

Chri Burniske, Investment Manager bei ARK Invest antwortete auf die Frage der „Unveränderbarkeit“ mit einer Unterschiedlichen Entwicklung zwischen Bitcoin und Ethereum. Er sagt die beiden Märkte könne man nicht miteinander 1:1 vergelichen:

„Ethereum hat einen ganz anderen Wert-Ansatz als Bitcoin. Insbesondere mit Hinblick auf die Flexibilität der Skriptsprache und die Art und Weise wie das Netzwerk aufrecht gehalten wird. Der DAO Hack und die Lösung durch eine Hard Fork haben Ethereums Flexibilität in beiden Hinsichten bewiesen.“

Mögliche Gegenwinde

Einige Experten sehen Ether weiteren Gegenwinden ausgesetzt.

Jacob Eliosoff sprach von den Zukunftsaussichten der Ethereum Plattform, die für Projekte wie The DAO geschaffen wurde. Er sagt es hänge davon ab ob andere Entwickler da erfolgreich anknüpfen können, wo ihre Mitstreiter versagt haben.

„Für einige Menschen kann es Wochen dauern bis sie begreifen, dass der DAO Alptraum vorüber ist. In der Zwischenzeit besteht jedoch stehts die Gefahr das es zu einem weiteren Zwischenfall kommt.“

Eliosoff geht davon aus, dass die User abwarten ob die Schwierigkeiten, denen sich die The DAO Entwickler ausgesetzt sahen, für einem Dämpfer in der Akzeptanz sorgen oder ob es zu weiteren Niederlagen kommt.

„Angenommen es kommt zu keinen weiteren Bugs oder Zwischenfällen, dann denke ich wird der Ether-Kurs weiter ansteigen. Aber das auch nur, wenn die Entwickler ihre schnelle Arbeitsweise beibehalten.“

Auch Burniske sieht langfristig einen bullishen Trend, sollten die Entwickler ihre gute Arbeit beibehalten und zügig neue und erfolgreiche Ethereum Projekte starten.

Nur die zeit wird uns zeigen wie schnell sich die Ethereum Community von diesem Event erholt und weiter vorwärts zieht. Dennoch, sollte sich die Ethereum-Plattform so weiter entwickeln wie Bitcoin in den letzten sieben Jahren, dann hat der Ether-Preis ein großes Potential nach oben.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinDesk

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