Microsoft: Trusted Execution Environment für Blockchainanwendungen

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Das Unternehmen Microsoft hat zwei Patente eingereicht, die auf die Nutzung einer Trusted Execution Environment im Rahmen der Blockchain-Projekte schließen lassen. Diese sollen dazu beitragen, eine sichere Umgebung für geplante Blockchain-Anwendungen zu liefern. Damit könnten Blockchain-Initiativen des Technologiekonzerns weiter vorangetrieben werden.

Der Begriff Trusted Execution Environment, üblicherweise abgekürzt mit TEE, steht für eine Plattform, die für eine sichere Durchführung von Anwendungen sorgt. Dazu stellt man eine vertrauenswürdige Laufzeitumgebung bereit. TEE können sowohl auf dem Prozessor eines Computers als auch auf einem separaten Prozessor existieren.

TEE-Lösungen für Blockchain Nodes


Eine solche TEE möchte jetzt auch Microsoft in Zusammenhang mit einem Blockchain-Projekt auf die Beine stellen. Dies geht aus zwei Patenten hervor, die der Konzern eingereicht und vor Kurzem veröffentlicht hat. Den Patenten ist ferner zu entnehmen, dass man die Technologie speziell für Blockchains und ähnliche sicherheitsfokussierte Technologien auslegen will.

Im ersten eingereichten Patent geht es um den Aufbau eines Konsortium-Blockchain-Netzwerks. In einem der genannten Anwendungsfälle wird zunächst eine Blockchain-Node als Knotenpunkt aufgesetzt. Dabei wird eine vorher definierte Blockchain mitsamt einer Mitgliederliste in einer TEE der Node gespeichert. Stimmen beide Elemente überein, erstellt man eine TEE-Zertifizierung. Mit dieser kann sich die Node mit anderen Nodes im Konsortium verbinden.

Das zweite eingereichte Patent beschreibt die Transaktionsverarbeitung in Konsortium-Blockchain-Netzwerken. Im genannten Beispiel wird ein vorher definierter Blockchain-Typ in einer TEE des Prozessors gespeichert. Mit der TEE-Zertifizierung wird festgestellt, ob es sich bei der Blockchain wirklich um den geforderten Typ handelt. Daraufhin kann eine Transaktion durchgeführt und empfangen werden. Danach kann der Status der Transaktion direkt an das Konsortium-Netzwerk weitergegeben werden.


Microsoft und die Blokchain-Technologie

Dem Technologiekonzern ist die Blockchain durchaus keine Unbekannte. So arbeitet Microsoft eng mit dem DLT-Unternehmen R3 zusammen und hat unter anderem die Plattform Corda mit dem Microsoft-Azure-Cloud-Dienst verzahnt. Zudem machte Microsoft im Juni von sich reden, als man die Open-Source-Plattform GitHub übernahm, auf der unter anderem viele Quellcodes großer Blockchain-Projekte liegen.

BTC-ECHO


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