Kodak KashMiner entpuppt sich als Betrug

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Kodak KashMiner

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/kodak-films-analog-photography-1061889203?src=8516fvMihMkCcokf56Wx3A-2-93

Teilen
BTC18,516.00 $ 1.93%

Anfang des Jahres stellte Kodak auf der Branchenmesse CES ein eigenes Krypto-Mining-Gerät vor. Die BBC fand allerdings heraus, dass der Kodak KashMiner nie ein Kodak-Entwicklungslabor von innen gesehen hat. Das Ganze war von Anfang an ein Fake und wurde nun von der US-amerikanischen Börsenaufsicht gestoppt.

Im Januar wurde in Las Vegas auf dem Kodak-Stand der gigantischen Fachmesse für Unterhaltungselektronik, CES, der sogenannte Kodak KashMiner vorgestellt. Kritische Stimmen hinterfragten von Anfang an das riesige Profitversprechen von 375 US-Dollar monatlich, mit der die Hardware angepriesen wurde. Außerdem müsse man bei der enormen Leihgebühr damit rechnen, dass man mindestens die Hälfte des Umsatzes an den Hersteller abgeben muss. Dazu kommen die langsam steigenden Strompreise in den meisten europäischen Ländern in Verbindung mit dem Kurssturz des Bitcoin.


Für den Anbieter hätte dies freilich nach Abschluss des zweijährigen Vertrages keine Rolle mehr gespielt. Der Hersteller hätte die Mietgebühren so oder so in Vorkasse erhalten. An der Kritik, die in diversen sozialen Netzwerken geäußert wurde, änderte auch der clevere Slogan „In math we trust“ wenig.

Es hat nie eine Lizenz gegeben

Spotlite Digital Assets ist eines von vielen Unternehmen, das in den USA eine Lizenz zur Nutzung des Markennamens Kodak erworben hat. Auf dem CES-Messestand wurde die Vermietung des Kodak-eigenen Geräts angekündigt. Die Mieter sollten vorab für zwei Jahre eine Leihgebühr von 3.400 US-Dollar entrichten und sollten dafür die geschürften Erträge behalten. Halston Mikail von Spotlite erklärte, dass in der Kodak-Konzernzentrale in Rochester nordwestlich von New York angeblich 80 Geräte im Einsatz waren, weil man dort sehr preiswert an Strom gelangen könne.

Auf Nachfrage gab Kodak der BBC nun bekannt, dass man dieses Produkt nie offiziell lizenziert hat. Auch habe es zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Krypto-Miner in den Räumlichkeiten der Eastman Kodak Company gegeben. Bis auf eine unfertige Website, die die Kodak HashPower anpreisen sollte, ist dort noch nichts zu sehen. Geplant waren neben dem Bitcoin-Miner auch Geräte zum Schürfen vom Litecoin, Ethereum, Dash und der Kryptowährung Blake.

SEC stoppte den Kodak KashMiner

Ferner musste der Geschäftsführer von Spotlite gegenüber der BBC einräumen, dass die Börsenaufsichtsbehörde SEC dem Treiben vorzeitig ein Ende gesetzt hat. Das Unternehmen musste von seinen Plänen Abstand nehmen. Nach Angaben von Halston Mikail ist nun alternativ in Island eine eigene Krypto-Mining-Farm geplant.

Wie es jetzt aussieht, wollte das Unternehmen wohl den guten Ruf von Kodak und den anhaltenden Hype um den KODAKCoin ausnutzen. Doch auch beim KOKAKCoin hat man die Marke Kodak lediglich lizenziert. Der ehemals weltweit größte Ausrüster für Fotografen hat mit der Entwicklung der KODAKOne Plattform und dem geplanten Token Sale von 50 Millionen US-Dollar wenig gemeinsam. Lizenznehmer ist nämlich die Berliner Ryde GmbH. Das Unternehmen verdient sein Geld damit, unrechtmäßig genutzte Fotos im Internet aufzuspüren. Die Betreiber der Webseiten werden als Empfänger der hochpreisigen Schreiben anschließend zur nachträglichen Entrichtung der Lizenzgebühren der Fotos aufgefordert.

Dazu passt auch das Konzept der neuen Blockchain-Initiative von Ryde. Auch diese soll automatisch und regelmäßig das Web durchsuchen, um die Rechte an urheberrechtlich geschützten Fotos nachträglich geltend zu machen. So will sie ihren Kunden, also den Fotografen, zu ihrer Entlohnung zu verhelfen. Die Eastman Kodak Company hatte nur kurzfristig etwas davon, der Kurs der eigenen Aktie befindet sich seit mehreren Monaten wieder auf dem alten Niveau.

BTC-ECHO

Anzeige

ArbiSmart Wallet bietet bis zu 45% Zinsen pro Jahr

Machen sie mit Ihrem Tag weiter, während Ihr Geld für Sie arbeitet

Hinterlegen sie Krypto oder Fiat in der EU-lizenzierten und regulierten verzinslichen Geldbörse von ArbiSmart. Verdienen Sie ein passives Einkommen. Abhängig von ihrer gewählten Währung, ihrem Einzahlungsbetrag und ihrem Kontotyp können sie bis zu 45% Zinsen pro Jahr verdienen.

Kostenloses Konto eröffnen

Anzeige


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Das Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 50 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert: Inkl. gratis Prämie im Abo

Gratis Ledger Nano S, 30€ Amazon Gutschein oder 24 Karat vergoldete Bitcoin Münze

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter