Ho, ho, Hodl! Der Weihnachtsmann im Blockchain-Wahn Pt.1

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Nicht nur der Krypto-Markt, auch der Weihnachtsmann steckt in einer Krise. Als ehemaliger Monopolist kann er die wachsende Konkurrenz von Amazon & Co. nur schwer ertragen. Können die Blockchain-Technologie und ein alter Freund Nikolaus wieder zu alter Größe verhelfen?

Weihnachten steht vor der Tür. Der Weihnachtsmann steht bald wieder auf den Dächern dieser Welt. Ein Jahr lang hat er von seinem Hauptquartier am Nordpol aus das Weltgeschehen verfolgt. Mit Argusaugen beobachtete er das Erstarken von Amazon & Co. – immer mehr Weihnachtswünsche werden direkt von der Online-Konkurrenz erfüllt. Um nicht der Bedeutungslosigkeit anheim zu fallen oder zur bloßen Werbeikone zu verkommen, beschließt Nikolaus, sein operatives Geschäft auf das nächste Level zu bringen. Dabei soll ihm eine Technologie helfen, von der seine Elfen seit Jahren mal voller Euphorie, mal mit niedergeschlagener Miene berichten: Blockchain. Genauer: Distributed-Ledger-Technologie (DLT).

Distributed Ledger auf dem Nordpol

Der Weihnachtsmann entscheidet sich, im großen Stil auf Distributed Ledger setzen. Den Gedanken, ein eigenes Initial Coin Offering zu veranstalten, verwirft er bald – auch am Nordpol haben ihn Berichte über die sinkende Beliebtheit des Finanzierungsvehikels erreicht. Stattdessen beginnt Nikolaus mit der Einrichtung der ersten ASIC-Mining-Farmen am Nordpol. Dieser erweist sich als ideale Umgebung dafür: Schließlich entsteht durch die Stromerzeugung von Elfen in Laufrädern eine enorme Abwärme. Das arktische Klima verhindert, dass neue Elfen für den Betrieb von Kühlanlagen eingestellt bzw. verschlissen werden müssen.

Zwei alte Bekannte

Durch clevere Pool-Mining-Verträge und eine kreative Steuerpolitik gelingt es Nikolaus, auch im Bärenjahr 2018 seine strategische Neuausrichtung mithilfe des Krypto-Minings zu finanzieren. Um gegen die Konkurrenz der Online-Versandhändler bestehen zu können, sucht er nach Wegen, seinen Markenkern wieder herauszuarbeiten. „Zuckerbrot und Peitsche,“ überlegt er schließlich, „Geschenk oder Rute, dafür bin ich bekannt und dorthin muss ich wieder zurück“. Dabei kommt ihm unweigerlich K. Ruprecht in den Sinn. Der alte Kollege, mit dem er in den fetten Jahren einst die Schornsteine dieser Welt unsicher gemacht hat. Über die Jahre haben die beiden sich auseinander gelebt und eigenen Projekten gewidmet. Der Weihnachtsmann fasst sich ein Herz und ruft seinen ehemaligen Chief Punishment Officer (CPO) K. an.

Dieser wirkt zunächst fassungslos, beinahe verstört. Nikolaus schildert seine Lage, verliert einige warme Worte über die gute alte Zeit und das Eis beginnt zu schmelzen. Ruprecht gesteht, dass auch er sich in einer Sinnkrise befindet. Anders als seinem Ex-Kollegen wurden ihm jedoch keine lukrativen Werbeverträge für Softdrinks angeboten, die ihm diese Krise hätten versüßen können.

„Werd’ die Rute los und versuche es beim nächsten Mal wieder“, so der Tenor eines jeden Castings. „Rute zieht nicht mehr, was die Leute wollen, ist die Strahlkraft eines prall gefüllten Sacks“, hieß es immer wieder unter Verweis auf seinen ehemaligen Partner.

„Ich nehme es dir nicht übel“, versichert Ruprecht dem Weihnachtsmann (und ein wenig auch sich selbst), der am anderen Ende der Leitung gebannt seinen Ausführungen gelauscht hat, „Ich hätte es an deiner Stelle genauso gemacht.“

Mit Entzücken stellt der Weihnachtsmann fest, dass K. Ruprecht nicht nur ein guter Sportsmann ist, sondern überdies eine Metamorphose zum begnadeten Programmierer vollzogen hat. „Ho, ho hold your horses! Bist du zufällig fit in Sachen Distributed-Ledger-Technologie? Du hast was? Wir müssen reden.“

Die beiden vereinbaren einen Termin und verabschieden sich herzlich, beinahe wie früher. Der Weihnachtsmann starrt noch eine Weile gedankenverloren auf sein Smartphone. Was sein Ex-CPO ihm eben verraten hat, klang beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Erst als das Display schwarz wird, fällt ihm auf, dass er weint.

Fortsetzung folgt um 16:00 Uhr.

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