PwC-Report Handelsvolumen von STOs stagniert, IEOs holen auf

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das Volumen von Security Token Offerings (STO) ist im zweiten Halbjahr 2019 deutlich zurückgegangen. Das zeigt der aktuelle STO-Report der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Dafür verbuchten Initial Exchange Offerings dynamische Zuwächse. Ein Zeichen einer wachsenden Akzeptanz des neuartigen Finanzierungsvehikels, meint PwC.

Die zu den „Big Four“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gehörende PricewaterhouseCoopers (PwC) hat ihren nunmehr sechsten Marktbericht zu den Investitionsvehikeln Initial Coin Offerings (ICO) und Security Token Offerings (STO) vorgelegt. Die Daten zeigen, dass das Handelsvolumen von Token Offerings seit Mitte 2019 stagniert. So wanderten zwischen Januar und Mai 2019 noch 653 Millionen US-Dollar im Rahmen von STOs oder ICOs über den digitalen Tresen. Jedoch ist diese Zahl zwischen Juni und Ende Oktober auf durchschnittlich 151 Millionen US-Dollar gefallen. Trotzdem destilliert PwC daraus eine wachsende Bedeutung von Security Token Offerings im Krypto-Ökosystem.

In der zweiten Jahreshälfte [2019] gewannen [STOs] innerhalb der Gruppe der Krypto-Fundraising-Instrumente an Bedeutung, insbesondere im Vergleich zu direkt von Unternehmen ausgegebenen Token und Privatplatzierungen. Security Token haben ein enormes Potenzial, da sie eine attraktive Alternative zur herkömmlichen Kapitalbeschaffung darstellen. Der STO-Sektor ist noch jung, aber fit für die Zukunft,


schreibt PwC in der Vorstellung seines Reports.

Anteil von Initial Exchange Offerings (IEOs) wächst

Zugelegt hat indessen das Volumen eines anderen Finanzierungsvehikels: Initial Exchange Offerings (IEO).

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Ein IEO ist insofern mit einem ICO vergleichbar, als es sich um den erstmaligen öffentlichen Verkauf einer neuen Kryptowährung handelt. Im Gegensatz zu einem ICO findet ein IEO jedoch an einer einzelnen Bitcoin-Börse statt, nach vorangegangener Prüfung durch diese und in der Regel nach der Entrichtung einer stattlichen Listing-Gebühr. Die zusätzliche Kontrollinstanz soll Privatanleger vor betrügerischen Projekten schützen, wie sie im ICO-Sektor schlechterdings zahlreich zu finden waren (und sind).

Folglich interpretiert PwC den wachsenden Anteil von IEOs am Krypto-Crowdfunding als Zeichen einer wachsenden Akzeptanz des vergleichsweise neuartigen Finanzierungsvehikels.

Trotz der allgemeinen Stagnation bei den Token-Offerings-Angeboten von Juni bis Oktober 2019 haben die IEOs ihren relativen Anteil […] deutlich erhöht. Dieses Wachstum deutet auf ihre fortschreitende Institutionalisierung und endgültige Etablierung als Fundraising-Instrument auf Blockchain-Basis hin.

Die Bitcoin-Börse Bitfinex hat mit dem IEO ihres hauseigenen LEO Token eine Milliarde US-Dollar einsammeln können. Damit hat Bitfinex das nach Volumen größte Token Offering des vergangenen Jahres durchgeführt, weit abgeschlagen folgen die IEOs von Kinesis (194 Millionen US-Dollar) und des Wallet-Anbieters GCBIB (143 Millionen US-Dollar).

Die US-amerikanische Wertpapieraufsicht SEC dürfte den wachsenden Anklang von IEOs indes argwöhnisch beäugen. Erst vor Kurzem hat die Behörde eine Warnung an US-amerikanische Investoren ausgesprochen, sich bei IEOs in allzugroße Sicherheit zu wiegen.

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