Hamas erhält Bitcoin-Spenden via Coinbase

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Quelle: Shutterstock

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Wie die Blockchain-Analysten von Whitestream herausfanden, erhielt die palästinensische Organisation Hamas Bitcoin-Spenden. Das Pikante: Die Spenden landeten auf Coinbase-Wallets. Unterdessen gehen nur zwei Prozent der BTC-Transaktionen zugunsten illegaler Geschäfte.

Seit geraumer Zeit machen Meldungen die Runde, dass die Hamas offiziell zu Spenden in Bitcoin aufgerufen hat. Damit möchte die in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestufte Organisation Kapitalsperren seitens des israelischen Nachbarn umgehen.

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Wie das israelische Start-up Whitestream kürzlich herausfand, folgten diesem Aufruf bereits zwei Individuen. Eine der beiden Transaktionen ist demnach auf ein Wallet eingegangen, dass das Start-up mit der US-Krypto-Börse Coinbase assoziiert. Dies sei laut Whitestream nicht weiter schwierig zu analysieren gewesen. Schließlich hatte die Hamas höchstselbst die fragliche Bitcoin-Adresse auf ihrem Telegram Channel veröffentlicht. Insgesamt seien die Eingänge aber überschaubar gewesen: Verschiedene Absender hätten demnach lediglich BTC im Wert von 2.500 US-Dollar an die publizierten Adressen gesendet.

Spenden kamen von Wallets namhafter Exchanges

Auch über die Herkunft der Bitcoin-Spenden konnte Whitestream Erkenntnisse gewinnen. Ein Teil der Spenden kamen von Wallets verschiedener Krypto-Exchanges wie Binance, der wenig bekannten russischen Börse Vilkov und einer Coinbase-Adresse.

Da die Exchanges den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Länder unterliegen, in denen sie operieren, dürfte die Angelegenheit für die fraglichen Unternehmen nicht erfreulich sein. Denn genau wie hierzulande ist die Hamas auch in den USA und in Israel als Terrororganisation klassifiziert. Das Senden von BTC an die Hamas ist dementsprechend illegal. Dessen ist sich Coinbase bewusst. Die Firma behält sich vor, Auszahlungen auf ihre Verwendung hin zu untersuchen. So heißt es in den Geschäftsbedingungen des Unternehmens:

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Bevor die Einnahmen aus digitalen Währungen aus der Wallet des Benutzers zurückgefordert werden können, werden wir Kontrollen durchführen, um Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere Finanzkriminalität zu verhindern. Dies könnte Ihre Auszahlung verhindern oder verzögern.

Mittlerweile hat die Hamas die Bitcoin-Spenden von ihren Coinbase-Accounts allerdings abgezogen. Für ein Einfrieren der Fundings ist es jetzt also zu spät.

Bedeutung von BTC für illegale Geschäfte überbewertet

Indes wird die Bedeutung von Bitcoin für die Finanzierung illegaler Tätigkeiten weitläufig überschätzt. Lediglich zwei Prozent der Transaktionen tätigen Nutzer zum Zwecke der Terrorismusfinanzierung oder Geschäftstätigkeiten im Dark Net, so Whitestream-Gründer Itsik Levy.

Ferner zeigt die Geschichte einmal mehr, dass derlei Aktivitäten durch die öffentliche Struktur der Blockchain selten lange im Verborgenen bleiben.


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