General Motors: Patentantrag für Blockchain-Einsatz in autonomen Fahrzeugen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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General Motors (GM) scheint seine Blockchain-Ambitionen weiter voranzutreiben. Am 29. November reichte der US-Autobauer ein Patent für den blockchainbasierten Austausch von Fahrzeugdaten ein. Die Technologie soll in erster Linie in autonomen Fahrzeugen zur Anwendung kommen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Das Patent für ein „System zur Nutzung einer Blockchain-Datenbank für den Datenaustausch zwischen Kraftfahrzeugen“ reichte GM am 29. November beim US Patent & Trademark Office, dem US-Patentamt, ein. Darin beschreibt der Automobilkonzern eine Methode, mit der Fahrzeugdaten aus dem Straßenverkehr auf einer Blockchain gespeichert werden können. Diese Datenbank wäre bei Implementierung quelloffen. Das heißt, dass nicht nur Fahrzeuge von General Motors auf die dezentrale Datenbank zugreifen können, sondern dass auch Besitzer anderer Fabrikate von dem Service profitieren.

Bei dem Projekt geht es in erster Linie um wertvolle Geodaten. Das System soll Bewegungsmuster der Fahrzeuge feststellen und mit anderen Nutzern teilen. Dies könnte beispielsweise die Staubildung verhindern.

„Für den interoperablen Informationsaustausch zwischen Teilnehmern am Straßenverkehr ist es wünschenswert, Standortinformationen und die Fahrzeugdichte in bestimmten Regionen auf einer Blockchain zu speichern“,

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heißt es in dem Patentantrag.

Eine offene Plattform

Neben Teilnehmern am Straßenverkehr soll das System überdies Kommunen und Behörden offenstehen. Diese könnten die GM-Plattform beispielsweise für die Abwicklung von Bußgeldern nutzen.

Insbesondere für das autonome Fahren könnte das System interessante Vorteile bieten. Beispielsweise könnten autonom operierende Fahrzeuge die Blockchain für die automatische Zahlungsabwicklung aller möglichen Gebühren nutzen.

„Es ist wünschenswert, über eine vertrauenswürdige Finanzplattform zu verfügen, um autonome Fahrzeuge zu verwalten. [So könnte die Blockchain unter anderem] Maut- und Parkgebühren für autonome Fahrzeuge automatisch prozessieren.“

GM im Blockchain-Hasenloch

Im Bereich Blockchain ist General Motors indes kein Neuling. Schließlich war der Konzern führend an der Gründung des Blockchain-Konsortiums MOBI beteiligt. Gemeinsam mit namhaften Unternehmen wie Ford, BMW und Bosch forscht GM dabei seither an Blockchain-Anwendungsfällen in der Industrie.

Ziel sei es, das weltweite Verkehrswesen „sicherer, bezahlbarer und zugänglicher“ zu gestalten, heißt es in der zugehörigen Presseerklärung.

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