Marktupdate Friday for Futures: Bitcoin-Kurs lauert auf Derivate-Showdown

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Zwei Personen fechten

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin verschnauft von der jüngsten Rallye. Am Freitag könnte Bitcoin schließlich seine Energiereserven brauchen, wenn an den Terminmärkten die Kontrakte auslaufen.

Seit dem Kursrutsch unter die 12.000-US-Dollar-Marke vor einer Woche fehlen dem Bitcoin-Kurs (BTC) bisher die nötigen Impulse, um wieder über der Schwelle zu notieren. So bewegt sich Bitcoin weiterhin seitwärts und knickt im Tagesvergleich um 1,5 Prozent ein. Zu Redaktionsschluss wird die Krypto-Leitwährung bei 11.580 US-Dollar gehandelt.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Gegen Ende der Woche dürfte der Krypto-Markt jedoch aufgewirbelt werden. Denn am Freitag ist ein Großteil der monatlich auslaufenden Bitcoin-Derivate fällig. Sowohl Optionen bei Deribit, als auch die Futures-Kontrakte an der CME verfallen.

Schwung durch Bitcoin-Derivate

Der Markt für Bitcoin Optionen hat sich seit Anfang 2020 versechsfacht. Entsprechend weitreichend können sich verfallende Kontrakte auf den Bitcoin-Kurs auswirken. Das Open Interest der Bitcoin Optionen umfasst derzeit Kontrakte im Wert von 2 Milliarden US-Dollar, von denen rund 80 Prozent beziehungsweise Kontrakte im Wert von rund 1,6 Milliarden US-Dollar allein auf Deribit entfallen.

Das Open Interest der Futures-Kontrakte auf den Bitcoin-Kurs beläuft sich hingegen auf aktuell rund 5 Milliarden US-Dollar. Zwar kann das Gesamtvolumen der tatsächlich auslaufenden Kontrakte von diesem Wert abweichen. Schließlich erfasst das Open Interest auch Futures ohne feste Laufzeit, sogenannte inverse Swaps, die sich über das Verfallsdatum hinaus verlängern lassen. Die Kontrakte umfassen dennoch keinen geringen Anteil der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung und können Auslöser großer Kursbewegungen sein.

Iran legt Mining-Farmen still

Wie Financial Tribune berichtet hat die iranische Power Transmission, Generation and Distribution Company (TAVANIR) rund 1.100 nicht lizenzierten Mining-Farmen den Saft abgedreht. Die illegalen Betriebe haben sich durch einen ungewöhnlich hohen Stromverbrauch entlarvt. Zudem hat die Energiebehörde bei der Verfolgung auf die Mithilfe von Informanten gesetzt.

Irans Kurs im Umgang mit dem Krypto-Mining ist ambivalent. Zwar hat die Regierung Mining letztes Jahr offiziell für lizenzierte Betriebe legalisiert. Gleichzeitig werden Mining-Farmen mit höheren Stromkosten sanktioniert.

Die Energiepreise sind durch staatliche Subventionen im Inland zwar verhältnismäßig günstig. Miner müssen jedoch aktuell die Hälfte des Stromexportpreises entrichten, rund 4.800 Rial für eine Kilowattstunde. Laut Financial Tribune sollen sich diese noch einmal drastisch erhöhen. Demnach wird Minern künftig der doppelte Stromexportpreis in Rechnung gestellt, 19.300 Rial/kw.

Darüber hinaus dürfen sich nur staatlich lizenzierte Betriebe am Mining beteiligen. Bisher verfügen 624 Mining-Farmen über entsprechende Genehmigungen.

Der Iran trägt 3,82 Prozent der globalen Bitcoin Hash Rate bei und belegt Im Ländervergleich den sechsten Platz. Nachdem die gesamte Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk am 16. August mit 129,075m TH/s ein neues Allzeithoch erreichte, befindet sich die Kurve mit 119,993m TH/s aktuell wieder im Sinkflug.

Der Knick in der Hash Rate könnte könnte zu einem kleinen Teil mit der Stilllegung der iranischen Mining-Farmen zusammenhängen. Darüber hinaus wütet die Monsunzeit über der chinesischen Mining-Metropole Sichuan und zwingt Mining-Farmen vor Ort, ihre Geräte vorübergehend vom Netz zu nehmen. Nicht zuletzt hat die Mining Difficulty mit 17,6T aktuell einen neuen Spitzenwert erklommen. Nach einer solch hohen Anpassung ist ein leichter Rückgang der Hash Rate die natürliche Folge.

Vermögende häufen Bitcoin an

Der Zustrom vermögender Großinvestoren in das Bitcoin-Ökosystem reißt nicht ab. Laut bitinfocharts sammeln sich auf 2991 Adressen mehr als 1.000 Bitcoin. Das Allzeithoch belegt ein reges Interesse unter institutionellen Investoren nach Bitcoin-Anlageprodukten. Wie aus nachfolgender Grafik von Glassnode hervorgeht sind die Adressen mit 1.000 oder mehr Bitcoin seit 2019 sprunghaft gestiegen.

Nach den massiven Verwerfungen Mitte März und vor dem Hintergrund der Geldentwertungspolitik der Zentralbanken scheint das Vertrauen in alternative Anlageklassen wie Bitcoin unter den Vermögenden größer denn je.

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