Ein Stück vom Kuchen FINEXITY tokenisiert Kunst und Oldtimer

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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roter Oldtimer Front.

Quelle: Shutterstock

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Dass man nicht nur Unternehmen und Immobilien tokenisieren kann, ist kein Geheimwissen mehr. Insbesondere im Luxussegment bei Kunst und Oldtimern bietet sich die Verbriefung durch Token an, um den Zugang zu der schwer erschließbaren Anlageklasse zu vereinfachen. Das Hamburger Tokenisierungs-Start-up FINEXITY hat nun genau diesen Schritt gewagt und ihre Plattform für Kunst und Oldtimer geöffnet.

Wie die meisten anderen Security-Token-Plattformen hat auch FINEXITY letztes Jahr damit angefangen Immobilienprojekte zu tokenisieren. Durch die digitalen Wertpapiere konnte man bereits mehrere Projekte, unter anderem in Hamburg oder Frankfurt, finanzieren. Neben einer marktüblichen Verzinsung besteht der Reiz hierbei, dass auch Kleinanleger die Chance haben an Immobilienprojekten zu partizipieren, die sonst nur professionellen oder institutionellen Investoren vorbehalten sind. Zumal man den Token gegenüber traditionellen Verbriefungen, die in diesem Segment üblich sind, handeln kann.

Das Ziel: Der Ausbau zu einer Multi-Asset-Plattform

Nachdem FINEXITY bewiesen hatte, dass das Prinzip Immobilien-STO funktioniert, stand nun der Schritt zur Multi-Asset-Plattform an, um andere illiquide Vermögenswerte anbieten zu können. Das Start-up orientiert sich dabei an der Anlagestrategie von Family Offices, die für ihre vermögenden Kunden alternative Investments erschließen. Bislang hat daher nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung das Kapital, Zugang zu derart exklusiven Investorenkreisen zu erhalten. Mit einer Mindestticketgröße von 500 Euro möchte FINEXITY das ändern.

Gerade aus Diversifikationsaspekten ist dies interessant. Schließlich suchen immer mehr Anleger aus Angst vor einer Geldentwertung nach Sachwerten, die auch turbulente Zeiten überstehen. Neben Gold und Bitcoin, sind dies vor allem wertstabile Immobilien, Unternehmensbeteiligungen sowie Kunst und Luxusgüter, die hierfür in Frage kommen.

„Wir treiben die Liberalisierung des globalen Multi-Asset-Markts fortlaufend voran, damit jeder flexibel und zu 100 Prozent digital in Sachwerte investieren kann – unabhängig von Budget, Wissen und Standort“, sagt Paul Hülsmann, Gründer und CEO der FINEXITY AG, in einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt.

Mit der Erschließung alternativer Anlageklassen auf Blockchain-Basis ist FINEXITY nicht alleine. So bietet beispielsweise das Start-up New Shore Invest, ebenfalls aus Hamburg, Anlegern die Möglichkeit in digitale Schiffsanteile zu investieren. Besonders interessant können hier die zusätzlichen Steuervorteile für Anleger sein – Stichwort: Tonnage-Steuer – wie uns der Gründer Hanno Tamminga im Interview erklärt hat.

Digitale Wertpapiere sind nicht mehr aufzuhalten

Natürlich befindet sich der Markt für digitale Wertpapiere noch ganz am Anfang. Das Angebot an Sachwerten ist immer noch recht überschaubar, auch wenn hier praktisch täglich neue Angebote hinzukommen. Beispielsweise hat die bekannte Immobilienplattform Exporo vor kurzem auch einen Handelsplatz für digitale Immobilieninvestments eröffnet. Laut dem Exporo-Vorstand Julian Oertzen kann man dadurch die Transaktionskosten um bis zu 70 Prozent senken. Allein dieser Umstand dürfte dafür sorgen, dass das Angebot für Kleinanleger schnell wachsen wird.


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