EZB-Präsident Draghi: Der Einfluss von Kryptowährungen ist gering

Alina Ley

von Alina Ley

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alina Ley

Alina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

Quelle: shutterstock.com-ECB Preisdent Mario Draghi at a press conference at the ECB headquarters in Frankfurt am Main

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Der Chef der europäischen Zentralbank (EZB) glaubt, dass Kryptowährungen derzeit zu wenig Einfluss haben, um reguliert zu werden.  

In einem Gespräch mit dem Europäischen Parlament am Montag sagte Mario Draghi, dass digitale Währungen keine Bedrohung für den Euro und die Kontrolle der EZB darstellen, da unter den 27 Mitgliedsstaaten wenig Adaption stattfindet. Infolgedessen würden die Auswirkungen der Kryptowährungen auf die Wirtschaft nur einen begrenzten Einfluss haben.


In einem Statement gegenüber Gesetzgebern sagte er:

„Wir denken, dass die Verbreitung von Kryptowährungen ziemlich begrenzt ist. Es ist also noch kein Risiko für Zentralbanken.“

Keine eindeutige Antwort:

Draghis Äußerungen kommen nur wenige Tage nach dem sich ein EZB-Ratsmitglied zu diesem Thema  geäußert hat. Die Zentralbanken versuchen zu entscheiden, ob sie die digitalen Währungen regulieren sollen. Ewald Nowotny, Präsident der Nationalbank Österreichs, sagte, die Gesetzgeber fragen sich, ob sie sich an der Regulierung von Kryptowährungen beteiligen sollten. Als Beispiel bezog er sich auf Chinas jüngste Schließung von Bitcoin-Börsen.

In der Tat sind die Aussagen in dieser Woche die aktuellsten, in denen Draghi, der zuvor als Chef der italienischen Zentralbank fungierte, zum Thema Kryptowährungen Stellung nahm. Eine klare Antwort auf mögliche Regulierungen gibt er allerdings nicht. Es bleibt also die Frage, ob die Institution letztlich irgendeine Form von Regulierung verfolgen wird. Er wies darauf hin, dass die Bevölkerung Innovationen im Finanzsektor, einschließlich Kryptowährungen, “schätzen” sollte. Es müssen allerdings gleichzeitig auch möglichen Risiken in Betracht gezogen werden. Draghi glaubt nicht, dass die EZB Bitcoin regulieren kann, wie der parlamentarische Ausschuss für Wirtschaft und Währung im September erklärte, da die Regulierung von Kryptowährungen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Bank falle.

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