Ethereum-Blöcke steigen nach Hard Fork erheblich an

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Ethereum-Blöcke steigen nach Hard Fork erheblich an

Knapp eine Woche nach den fast gleichzeitig durchgeführten Hard-Fork-Updates Constantinopel und St. Petersburg ist die Rate, in der neue Blöcke in der Ethereum Blockchain hinzugefügt werden, deutlich angestiegen. Insgesamt verlief der Umstieg reibungslos – allerdings gibt es immer noch eine kleine Minderheit von Minern, die auf der alten Blockchain bleiben.

Dem Krypto-Informationsdienst Etherscan zufolge stieg die Anzahl der neu generierten Ethereum-Blöcke innerhalb von 24 Stunden nach den Hard Forks um mehr als 1.500 Blöcke an. Die Gesamtzahl der Blöcke liegt damit leicht über dem Niveau von Dezember 2018.

Ethereum Hard Fork verzögert die Eiszeit und führt zu rasantem Block-Wachstum

Grund für den deutlichen Anstieg ist die Implementierung des sogenannten „Ethereum Improvements Proposals (EIP) 1234“. Dieses Protokoll legt Richtlinien für die Ethereum Blockchain fest. Die neueste Version des Protokolls wurde im Rahmen der Constantinopel Hard Fork am 28. Februar aktiviert und hatte das Ziel, die„Difficulty Bomb“ von Ethereum für zwölf Monate auszusetzen.

Da Ethereum in naher Zukunft von einem Proof-of-Work- zu einem Proof-of-Stake-Algorithmus umgestellt werden soll, wollte man Nutzer des Netzwerks mit der „Difficulty Bomb“ mehr oder weniger sanft zum Umstieg bewegen – und zwar, indem man die Schwierigkeit der zu lösenden Rechenaufgaben immer weiter steigerte. Um einen kompletten Stillstand des Blockchain-Minings, die sogenannte „Eiszeit“ zu vermeiden, bevor Proof of Stake endgültig implementiert ist, wurde es aber nötig, die „Difficulty Bomb“ um zwölf Monate zu verschieben.

Durch das Aussetzen hat sich der ursprünglich beabsichtigte Effekt jetzt schnell ins Gegenteil verkehrt. Bereits innerhalb eines Tages nach den Hard Forks sank die Zeit, in der neue Blöcke generiert wurden, von 19 auf 14 Sekunden. Ergebnis: Die Anzahl der neu erzeugten Ethereum-Blöcke stieg in kurzer Zeit wieder rapide an.

Ethereum-Kurs und Hash Rate weitgehend unverändert

Auf den Kurs von Ethereum hatte all das keine größeren Auswirkungen – zuletzt sank der ETH-Kurs sogar wieder etwas. Auch die Hash Rate, also die gesamte Rechenleistung, mit der Miner neue Blöcke erzeugen und Transaktionen bestätigen, änderte sich nicht signifikant. Man kann das als Indiz dafür nehmen, dass die Mehrzahl der Miner mit der Hard Fork mitgegangen sind und ihre Software geupdatet haben.

Eine kleine Minderheit mint Berechnungen zufolge derzeit aber immer noch auf der alten Blockchain. Martin Holst Swede von der Ethereum Foundation mahnte deshalb in einem öffentlichen Feed:

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Einige Ethereum-Miner verschwenden Energie auf der alten Blockchain. Bitte updatet so schnell wie möglich!

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