Die Schweiz weiter auf dem Krypto-Vormarsch: Hochschule Luzern akzeptiert Bitcoin

Alina Ley

von Alina Ley

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alina Ley

Alina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

Quelle: Luzern via Shutterstock

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Studierende der Hochschule Luzern können seit Neustem ihre Rechnungen per Bitcoin bezahlen. Rund 0,15159696 Bitcoin hat die Hochschule Luzern am vergangenen Wochenende erwirtschaftet. Das sind ca. 640 Franken. Damit gelingt es der Hochschule, eine Vorreiterrolle einzunehmen, denn sie ist die erste in der Schweiz, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert.

„Soweit wir informiert sind, sind wir die erste Hochschule der Schweiz, die Bitcoin-Zahlungen akzeptiert“, sagt René Hüsler, stellvertretender Rektor der Hochschule Luzern.


Mit dieser Aussage scheint er bisher richtig zu liegen, denn selbst die renommierte technische Hochschule ETH Zürich hat gegenwärtig keine Pläne, Bitcoin als Zahlungsmittel für Rechnungen zu akzeptieren. Im internationalen Vergleich gehört Luzern damit zu den Pionieren. Bitcoin bieten bisher unter anderem das King’s College New York, die University of Nicosia in Zypern und die University of Cumbria in Großbritannien als alternative Zahlungsmöglichkeit an.

Die Hochschule Luzern verfolgt damit das Ziel, Erfahrungen im praktischen Umgang mit der Technologie zu sammeln. Das einhergehende Risiko besteht derzeit noch in der Volatilität der Währung. Die Kryptowährung wird häufig in Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung, gebracht. Gleichzeitig steigt aber auch die Anzahl an Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. In der Schweiz lässt sich diese Entwicklung ebenfalls vermehrt beobachten. Beispielsweise akzeptiert die Einwohnerkontrolle der Stadt Zug Bitcoin-Zahlungen bis 200 Franken bereits seit Mitte 2016. Auf die Frage nach dem Risiko von Kursverlusten antwortet Zugs Stadtpräsident Dolfi Müller:

„Schwankungen gibt es. Aber sobald Bitcoin bei uns reinkommen, haben wir jederzeit die Möglichkeit, diese wieder in Schweizer Franken zu wechseln. Das sichert uns ab.“

Kein Handel mit Bitcoin

Die Hochschule Luzern lässt die Zahlungen einmal pro Woche oder ab 10.000 Franken täglich in Schweizer Franken transferieren. Ein eigenständiger Handel ist derzeit nicht vorgesehen, da ein Vertrag mit der Zuger Bitcoin Suisse AG, die ein entsprechendes Paymentsystem betreibt, geschlossen wurde.

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„Damit wird es für die Hochschule Luzern möglich, Bitcoin einzunehmen, ohne selbst welche zu besitzen“, erklärt Hüsler. Die Risiken liegen bei der Bitcoin Suisse AG. Die Zahlungsgebühr von einem Prozent trägt der Endkunde (Student).

Der Nutzerkreis wird sich zunächst auf eine kleine Anzahl an Personen beschränken. Vor allem Studenten, die sich inhaltlich für die Themen Finanzdienstleistungen und Blockchain-Technologien interessieren oder eine Weiterbildung in diesem Bereich belegen, werden diese Zahlungsoption nutzen.

BTC-ECHO


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