Consensus 18 Tag 1: Banker gegen Bitcoin, Sandboxen und ASICs

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Grand Central along 42nd Street with traffic via Shutterstock

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Vom 14. bis 16. Mai treffen in New York die wichtigsten Größen der Kryptoszene zur Consensus 2018 zusammen. Wie schon im letzten Jahr werden viele Themen in Panels diskutiert und einige namhafte Speaker vortragen. Wir fassen den ersten Tag für euch zusammen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Phillip Horch

Die von Coindesk organisierte Consensus 2018 ist die weltweit wichtigste Konferenz zum Themenfeld Blockchain und Kryptowährungen. Jedes Jahr treffen dort Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Größen aus der Szene zusammen und ergründen, wie die zukünftige Entwicklung von Kryptowährungen und die Adaption der Blockchain aussehen könnten. Im letzten Jahr wurde auf der Consensus etwa der Skalierungsstreit der Bitcoin-Community (zunächst) beigelegt und SegWit2x als gemeinsame Lösung vorgelegt.

Bankers against Bitcoin


Am Rande der Consensus kam es im Vorfeld und während der Veranstaltung auf den Straßen New Yorks zu einer Art Protestmarsch. Dahinter steckt die Gruppe „Bankers against Bitcoin“. Der Name sollte jedoch nicht in die Irre führen, handelt es sich bei den Demonstranten nicht um wirkliche Banker, sondern um Mitglieder der Krypto-Community. Diese wollen die öffentliche Wahrnehmung der Blockchain-Technologie beeinflussen und das Bewusstsein für das Veränderungspotential stärken.

Fokus Blockchain: Was kann uns die Technologie bringen?

Als Vertreter der „Old Economy“ traten Frederick W. Smith und Robert B. Carter vom US-amerikanischen Logistikkonzern FedEx auf. Smith, Chairman und CEO des Unternehmens, bekräftigte sein Engagement für die Blockchain-Technologie. Er möchte seinem Unternehmen die Möglichkeit geben, seine Stellung in einer sich schnell verändernden digitalen Welt beizubehalten. Er erklärte, dass ein großes Problem der Logistik- und Transportindustrie die „massiven Reibereien“ in der grenzüberschreitenden Logistik seien. Verschiedene Länder hätten unterschiedliche Standards, Vorschriften und Terminologien. Die Blockchain hat das Potential, grenzüberschreitenden Verkehr komplett zu revolutionieren.

Sandboxes zur Regulierung?

Auch das Thema Regulierung stand am Montag hoch im Kurs. Hierbei betrachteten Jalak Jobanputra, Gründerin von Future/Perfect Ventures, Catherine Wood, CEO von ARK Invest, und Kavita Gupta, Managing Partner von ConsenSys, die Angelegenheit aus der Sicht von FinTech-Unternehmen. Die Frauen forderten die Regulierungsbehörden der Vereinigten Staaten dazu auf, möglichst schnell aktiv zu werden und klare Verhältnisse herbeizuführen: „Je schneller sich die SEC bewegt, umso schneller werden sich Unternehmen langfristig in den USA niederlassen“, sagte etwa Kavita Gupta.

Einen weiteren interessanten Ansatz brachte ein anderes Panel zur Regulierung. Dabei stellte Eva Kaili, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, in ihrer Diskussion mit dem amerikanischen Abgeordneten David Schweikert eine Top-Down-Regulierung vonseiten der Regierung in Frage. Hier führt sie an, dass den meisten Politikern schlicht die Kenntnis zur Blockchain-Technologie fehle. „Es ist wirklich schwierig, jeden Politiker über Blockchain-Technologie aufzuklären […]. Und außerdem haben wir im Europäischen Parlament nicht so viele Wissenschaftler“, so Kaili. Schweikert warnt vor Überregulierung und schlägt einen Sandbox-Ansatz vor. Der ermöglicht es, Anwendungen von Innovationen einschließlich der Blockchain-Technologie in einer überwachten Umgebung mit vertrauenswürdigen Geschäftspartnern zu testen.

Sicherheit auf Kosten der Dezentralität mit ASICs?

Auch das Thema Mining wurde auf der Consensus bereits aufgegriffen. Hierzu diskutierten Marco Streng, CEO von Genesis Mining, Gideon Powell, CEO von Autonomous Crypto, und Igor Lebedev, CTO von SOMN, die Auswirkungen der ASICs auf Sicherheit und Dezentralisierung. Marco Streng sieht in der Dominanz der ASICs ein Problem und ergreift Partei für small-scale GPUs. „GPUs sind die am meisten dezentralisierte Mining-Hardware, die wir haben“, sagte er bei der Veranstaltung. Hier besteht ein Teil des Grundes darin, dass GPUs billiger sind und weniger Investitionskosten für einen Mining-Betrieb erfordern. Gideon Powell hingegen sieht das nicht so eng: „Ja, ASICs sind nicht so dezentralisiert, allerdings sind sie viel sicherer als GPUs.“

Entsprechend lief am ersten Consensus-Tag alles in geregelten Bahnen ab. Wenn in ein paar Stunden der zweite Tag in New York beginnt, werden die Augen wieder gespannt auf die versammelte Kryptoszene blicken.

BTC-ECHO

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