Neuer EU-Report Blockchain wächst in Europa
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Im Vordergrund sind drei goldene Bitcoin-Münzen zu sehen. Im Hintergrund ist die Flagge der europäischen Union.

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Im November veröffentlichte die EU-Beobachtungsstelle für Blockchain den ersten Bericht, der einen aktuellen Überblick über Blockchain-Entwicklungen innerhalb des Staatenverbunds gibt. Auch Großbritannien und die SChweiz wurden untersucht.

Die EU-Beobachtungsstelle für Blockchain hat vor Kurzem ihren ersten Bericht über die Entwicklungslage der Mitgliedsstaaten im Krypto-Bereich veröffentlicht. Dabei untersuchte die Initiative der Europäischen Union zunächst Faktoren wie die Anzahl von Krypto-Unternehmen im Mitgliedsstaat, Aktivitäten der Community, Grad der Adoption oder die Akzeptanz von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Auch bereits eingetretene oder geplante gesetzliche Regulierungen wurden in die Bewertung miteinbezogen.

Blockchain-Ökonomie wächst in Europa

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Der 192 Seiten umfassende Report kommt zu dem Schluss, dass die Blockchain-Ökonomie ein rasantes Wachstum an den Tag legt. Angetrieben werde dieser Fortschritt einerseits durch „Bottom-Up“-Entwicklungen der Industrie, Hochschulen und der Community, andererseits durch „Top-Down“-Initiativen der Regierungen der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission.

Regulatorische Klassifizierung

Nach dem Überblick über die Verhältnisse in den einzelnen Staaten, definierten die Autoren zwei Dimensionen mit jeweils drei abgestuften Klassen, in die die untersuchten Ländern später anhand bestimmter Kriterien eingeordnet wurden. Dabei differenzierte man zwischen dem Grad an Regulierungen und dem Grad der Entwicklung des nationalen Blockchain-Ökosystems.

Beim Grad der Regulierungen wurden der ersten Stufe Länder zugeordnet, die über keine oder kaum spezifische Gesetze zu Krypto-Assets verfügen und nur Sicherheitshinweise zum Zweck des Anlegerschutzes ausgesprochen haben.

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Länder, die bereits erste existierende Regulierungsschemata übernommen haben, wie beispielsweise KYC- und AML-Regelungen, wurden der zweiten Stufe zugewiesen. Auch Regierungsstudien, Pilotprojekte oder ein etablierter Rahmen für die Besteuerung digitaler Währung oder Vermögen fielen unter diese Klasse.

Die größte Klasse beinhaltet Staaten, deren Regierungen bereits spezifische Gesetze zu Krypto-Assets erlassen haben und/oder eine Zukunftsstrategie vorlegen konnten. Darüber hinaus wurden auch Nationen berücksichtigt, die die Innovation der Technologie besonders fördern sowie den Bankensektor am Gesamtprozess beteiligten.

Ökonomische Klassifizierung

Bei der Klassifizierung der Länder nach ökonomischen Gesichtspunkten wurde nach drei Indikatoren unterschieden.

  • Anzahl der Blockchain-bezogenen Bildung und/oder Forschung an Akademien
  • Präsenz lokaler Unternehmen oder Startups
  • Anzahl der Community um Blockchain und virtuelle Assets

Auch hier stufte man ab. Länder die keinen oder einen der drei Indikatoren erfüllten, wurden der ersten Stufe zugeordnet. Nationen mit zwei erfüllten Kriterien kamen in die zweiten Klasse. Staaten, die alle Voraussetzungen erfüllten, wurden der dritten Kategorie zugeordnet. Deutschland fällt nach dieser Einteilung in die Kategorie 2.

Ländermatrix im EU-Blockchain-Report

Einteilung soll nicht Missverstanden werden

Die Autoren betonen in der Arbeit, dass man die Klassifizierung nicht missinterpretieren dürfe. Man solle Länder im unteren Segment nicht als zurückfallend im Krypto-Bereich sehen. Es könne in dem Fall einfach bedeuten, dass auf den lokalen Märkten eine noch nicht so hohe kommerzielle Aktivität stattgefunden habe, die ein Eingreifen einer Regulierungsbehörde erfordern würde, so die Verfasser des Berichts.

Zudem schreite die Entwicklung im Blockchain-Segment so schnell voran, dass man erwarte die Staaten aus der unteren linken Ecke der Grafik bald rechts oben zu sehen. Trotzdem sei die Matrix eine ganz gute Momentaufnahme des aktuellen Geschehens im europäischen Krypto-Space. Was der Bericht für die Pläne der EZB und dem damit verbundenen digitalen Euro bedeutet, bleibt abzuwarten.

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