Marktupdate Bitcoin-Kurs in der Zwickmühle

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bären und Bullen liefern sich einen regen Schlagabtausch am Krypto-Markt. Ein entscheidender Impuls dürfte von auslaufenden Termingeschäften ausgehen.

So recht kommt der Bitcoin-Kurs (BTC) aktuell nicht vom Fleck. Mit einem minimalen Plus von 0,5 Prozent in den letzten 24 Stunden wird das Asset zu Redaktionsschluss bei 11.420 US-Dollar gehandelt und notiert somit 2,7 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Die Bullen beißen sich derzeit die Zähne am Widerstand bei 11.570 US-Dollar aus. Lässt sich die Marke knacken, ist der Weg zum letzten Widerstand vor der 12.000-Marke bei 11.820 US-Dollar frei. Dem wirken momentan Gewinnmitnahmen am Krypto-Markt entgegen. Mit 97 Prozent liegt fast das gesamte UTXO Set aktuell im Plus. Mit anderen Worten: Kaum ein Anleger hat durch die jüngste Kursrallye Verluste mit einem Bitcoin-Investment gemacht. Da nimmt es nicht wunder, dass einige Spekulanten den Ausstieg wählen. Was man hat, das hat man schließlich.

Bitcoin-Kurs tanzt auf dem Börsenparkett

Durch die vermehrte Etablierung börsengehandelter Bitcoin-Finanzinstrumente wie der Bitcioin ETP der Deutschen Börse findet das Asset immer häufiger den Weg an die traditionellen Finanzmärkte. Fidelity Investments, einer der größten US-amerikanischen Vermögensverwalter, hat nun bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) die Einführung eines weiteren Krypto-Finanzprodukts beantragt.


Dabei handelt es sich um den Wise Origin Bitcoin Index Fund I, der unter die Kategorie „pooled Investmentfonds“ fällt, wie aus dem Antrag vom 26. August hervorgeht. Fidelity hat dahingehend eine Ausnahme nach Regulation D beantragt, wonach Unternehmen Wertpapiere anbieten und verkaufen können, ohne eine Registrierung der SEC zu benötigen. Eine Registrierung nach Formular D erlaubt zwar unbegrenzte Investitionen, verbietet aber jegliche Werbung für den Fonds.

Mit einer Mindestinvestition von 100.000 US-Dollar ist der Index Fund nicht gerade auf den schmalen Geldbeutel zugeschnitten. Das Angebot richtet sich zudem ausschließlich an akkreditierte Investoren. Der gemeine Hodler wird somit keinen Zugang zu dem Anlagevehikel haben. Dennoch ist jeder weitere Schritt auf dem Weg zur Adaption ein Schritt in die richtige Richtung.

Handelsvolumen bricht ein

Das Handelsvolumen am Krypto-Markt ist in den letzten 24 Stunden eklatant eingeknickt. Allein an den zehn nach Volumen größten Bitcoin-Börsen ist das 24-stündige Handelsvolumen zwischen 13 und 53 Prozent eingebrochen.

Der Rückgang könnte mit dem bevorstehenden Verfallsterminen an den Derivatebörsen zusammenhängen. Am morgigen Freitag laufen sowohl die Optionen bei Deribit als auch Futures an der CME aus. Der Bitcoin-Kurs reagiert in aller Regel mit großen Kursbewegungen auf das Laufzeitende der Terminkontrakte. Daher halten wohl einige Anleger so lange die Füße still und warten den Knall ab.

Kapitalflucht in Kryptos

Kryptowährungen sind geradezu prädestiniert, große Geldmengen hinter dem Rücken der Aufsichtsbehörden zu transferieren. Allein im letzten Jahr wurden in China rund 50 Milliarden US-Dollar in digitalen Vermögenswerten abgeführt. Bloomberg zufolge deutet dies auf eine Kapitalflucht im großen Stil hin.

China hat strikte Regeln und den Betrag für ins Ausland getätigte Abgaben gedeckelt. Bürger dürfen per Gesetz 50.000 US-Dollar ins Ausland transferieren. Um diese Beschränkung zu umgehen, gehen einige neben Immobilienkäufen den Umweg über Kryptowährungen.

Dabei ist vor allem Tether das Mittel der Wahl. Rund 18 Milliarden US-Dollar wurden vergangenes Jahr über den Stable Coin aus dem Land abgeführt. Wie viel davon auf Kapitalflucht zurückzuführen ist, sei laut Bloomberg nicht ermittelbar. Die Zahlen verdeutlichen aber, dass das Krypto-Ökosystem ein beliebter Umschlagplatz ist, um das liebe Geld vor restriktiven Eingriffen des Staates zu schützen.


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