Bitcoin God: Neue Fork für wohltätige Zwecke

Bitcoin God: Neue Fork für wohltätige Zwecke

Als symbolische Geste soll am ersten Weihnachtsfeiertag eine neue Fork das Licht der Welt erblicken. Der Start von Bitcoin God wird propagiert vom chinesischen Investor Chandler Guo, der unsere Welt damit ein wenig besser machen will. Doch kann das Vorhaben wirklich gelingen?

In nächster Zeit kommen wieder mehrere Abspaltungen (Forks) des Bitcoin und anderer Kryptowährungen auf uns zu. Wie Blockchain-Experte Mirco Recksiek (KI Group) vergangenen Crypto Monday ausführte, liege es in der Natur der Sache, dass es bei einem Open-Source-Projekt andauernd zu komplett neuen Vertretern kommt. Die Blockchain ist genauso quelloffen wie beispielsweise einige Linux-Distributionen oder -Programme. Eine zentrale Institution, die alles steuert oder neue Forks verbietet, gibt es dort nicht. Das ist auch gar nicht geplant. Welche der neuen Abspaltungen künftig eine wichtige Rolle spielen werden, wird alleine die Zeit zeigen, so Recksiek. Dies könne niemand steuern und es habe bisher auf den Kurs des Bitcoin keinerlei negative Auswirkungen gehabt. Doch mal Hand aufs Herz: Brauchen wir wirklich den Bitcoin Hot, den Super Bitcoin oder einen Lightning Bitcoin? Schwer zu sagen. Sie alle haben ihre Daseinsberechtigung, manche Beobachter sind wegen der ständigen Forkerei aber schon jetzt ziemlich genervt.

Immerhin scheint es zu Weihnachten mit dem Bitcoin God eine Fork zu geben, die zumindest eine neue Idee beinhaltet. Der GOD stammt aus der Feder des chinesischen Mining-Papstes und Investors Chandler Guo, der damit auf Basis der Blockchain eine komplett dezentrale und sich selbst regulierende, gemeinnützige Community gründen will. In Mehrheitsentscheidungen soll die Gemeinschaft über die Vergabe von Token an karitative Projekte entscheiden. Es geht also nicht nur um Spekulationen oder darum, Geld zu verdienen. Gott ist außerdem nicht jemand Abstraktes dort oben, sondern ein Stück weit jeder einzelne Teilhaber. Das selbst erklärte Ziel ist es, die Welt mit Liebe zu füllen und unsere Erde mit modernen Mitteln zu einem besseren Ort zu machen.

Bis Weihnachten sind es nur noch ein paar Tage. Dennoch mangelt es auf der Webseite an Details. Nicht was die technischen Spezifikationen betrifft, sondern beispielsweise wie bzw. wo ab Herbst 2018 die Abstimmungen durchgeführt werden sollen. Geklärt werden muss auch: Was darf als karitativ gelten, um Spenden zu erhalten? Sind damit auch Nichtregierungs-Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder Amnesty International gemeint, die sich für mehr Meinungs- und Versammlungsfreiheit bzw. gegen die Verletzung von Menschenrechten einsetzen? Wenn die Gemeinschaft eine dieser NGOs Geld spenden würde, hätte das Aushängeschild des Bitcoin God, Chandler Guo Hongcai, ein erstes Problem. Darüber wäre die Regierung in Peking sicher alles andere als erfreut.

Außer Spesen, ein wenig Aufmerksamkeit und vollmundigen Ankündigungen nichts gewesen? Schauen wir mal. Wir werden das Projekt weiter beobachten, die Idee dahinter klingt in jedem Fall interessant.
BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin

Kraken veröffentlicht seine Marktanalyse für den Monat Juni. Demnach erreicht die Bitcoin-Volatilität wieder neue Höhen. Im selben Zug sei ein Fortsetzen des Kurstrends, der seit April dieses Jahres besteht, zu beobachten.

Grayscale Bitcoin Trust weiterhin auf Erfolgskurs
Grayscale Bitcoin Trust weiterhin auf Erfolgskurs
Bitcoin

Der größte Krypto-Vermögensverwalter der Welt legte seinen Quartalsbericht vor. Grayscales erfolgreichstes Produkt bleibt der Grayscale Bitcoin Trust Fund. Eine kleine Besinnung auf die letzten drei Monate und eine Botschaft: Bitcoin ist gut.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Der Ritterschlag für Bitcoin und Libra: Die US-Politik bekommt es mit der Angst zu tun
Der Ritterschlag für Bitcoin und Libra: Die US-Politik bekommt es mit der Angst zu tun
Kommentar

In dieser Woche stand der Krypto-Markt ganz unter amerikanischer Flagge. Donald Trump tweetete sein Unbehagen über Bitcoin und Libra. Kurzerhand zog auch das US-Finanzministerium nach und bezeichnete Bitcoin als Gefahr für die nationale Sicherheit. Wenn auch weniger über Bitcoin, so doch über Facebooks Libra, verlor auch der US-Senat in einer Anhörung kein gutes Haar. Kurzum: Dank Zuckerberg schaffen es Kryptowährungen nun ganz nach oben auf die politische Agenda. Über die Vor- und Nachteile, wenn man ins Visier der größten Volkswirtschaft der Welt rückt.

Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Blockchain

Das Start-up EDNA will mithilfe der Blockchain-Technologie mehr Menschen Zugang zum weltweiten Markt für DNA verschaffen. Gemeinsam mit dem Singapurer Finanzdienstleister WORBLI entwickelt das Unternehmen eine App, welche menschliches Erbgut sicher auf EOSIO-Blockchains registrieren und Nutzern gleichzeitig über Smart Contracts eine faire Aufwandsentschädigung zukommen lassen soll. Im Zuge intensiver Genforschung boomt der Handel mit menschlichen Genen derzeit. Für ihr Erbgut erhalten DNA-Spender jedoch oft nur einen Bruchteil des Marktwertes.

Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin

Kraken veröffentlicht seine Marktanalyse für den Monat Juni. Demnach erreicht die Bitcoin-Volatilität wieder neue Höhen. Im selben Zug sei ein Fortsetzen des Kurstrends, der seit April dieses Jahres besteht, zu beobachten.

Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Sicherheit

Die gehackte Bitcoin-Börse BITPoints verspricht, ihre Kunden zu entschädigen. Das Ungewöhnliche daran: Die geprellten Kunden werden in Kryptowährungen ausgezahlt. Was ist von einer solchen Geschäftspraxis zu halten?

Angesagt

Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Regulierung

Bitcoin Suisse hat eine Schweizer Banklizenz und eine Effektenhändlerlizenz bei der Schweizer Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA beantragt. Damit will das Unternehmen ihr Produktporfolio weiter ausbauen.

Phēnix X1: Prototyp für Blockchain-Smartphone angekündigt
Mining

Mit Phēnix X1 gibt es offenbar einen ersten Prototypen für ein mining-fähiges Smartphone. Mit dem geplanten Modell soll es möglich sein, Kryptowährung zu schürfen. Außerdem wartet das Blockchain-Smartphone mit einer eigenen Krypto-Wallet auf.

Japan entwickelt offenbar „Swift“ für Bitcoin & Co.
Regulierung

Die Regierung Japans plant laut Medienberichten, ein SWIFT-ähnliches Netzwerk für den Zahlungsverkehr mit Bitcoin, Ripple, Ethereum und Konsorten zu entwickeln. Das Zahlungsnetzwerk soll unter anderem dazu dienen, Geldwäsche durch Kryptowährungen zu vermeiden.

„Bitcoin ist eine nicht aufzuhaltende Macht“ – Kongressdebatte stimmt bullish
Politik

Der Finanzausschuss des US-Kongresses tagte am gestrigen Mittwoch, dem 17. Juli, beinahe sechs Stunden. Auf der Tagesordnung standen Bitcoin, Libra & Co. Eines steht fest: Bitcoin ist auf der politischen Agenda angekommen.

Du bist Anfänger und möchtest einfach in Bitcoin & Krypto investieren? Wir empfehlen eToro!

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: