Bittrex Bitcoin-Börse schließt millionenschwere Cold-Storage-Versicherung ab

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Vorsicht ist besser als Nachsicht, so viel steht fest. Das Leben zeigt allerdings, dass sich der Schadensfall gelegentlich auch beim besten Willen nicht vermeiden lässt. In solchen Situationen erweisen sich Versicherungen oftmals als die Retter in der Not. Auch die Bitcoin-Börse Bittrex gelangte nun zu einem derartigen Schluss.

Teils spektakuläre Angriffe auf Bitcoin-Börsen haben in den vergangenen Jahren deutlich werden lassen, dass Krypto-Assets oftmals nicht vor Dieben sicher sind. Diesem Umstand Rechnung tragend, schloss die Bitcoin-Börse Bittrex nun eine 300 Millionen US-Dollar schwere Versicherung für die eigenen Krypto-Einlagerungen ab.


Die US-amerikanische Bitcoin-Börse gab am 29. Januar bekannt, dass die Versicherung dem börseneigenen Cold Storage gilt. Damit gemeint ist eine Lagerung von Krypto-Schlüsseln auf Festplatten, die nicht an das Internet angeschlossen sind. Für das Zustandekommen der Versicherung erhielt Bittrex Unterstützung von der Risikoberatungsfirma Marsh. Gemeinsam gelang es, die Versicherung beim Arch Syndicate 2012 auf der Versicherungsbörse Lloyd’s of London zu platzieren. Nach Angaben von Sarah Downey, Co-Leiterin von Marsh’s Digital Asset Risk Transfer (DART) Team, sei dabei eine „maßgeschneiderte Versicherungslösung“ herausgekommen, die den „spezifischen Erfordernissen für Kryptowährungen“ entsprechen würde.

Bittrex als sicher eingestuft

Laut Pressemitteilung erhielt die Bitcoin-Börse die Versicherung erst, nachdem sie die Verlässlichkeit der eigenen Sicherheitssysteme unter Beweis stellen konnte. Der neue Versicherungsschutz gilt ferner sowohl für Angriffe von außen als auch für Diebstähle aus den eigenen Reihen. Hierzu Bill Shihara, CEO von Bittrex:

Bittrex konzentriert sich darauf, das Richtige für seine Kunden zu tun, wobei die Sicherheit höchste Priorität hat. Dieser Versicherungsschutz bietet eine weitere Ebene der Absicherung. Von unseren institutionellen Kunden bis hin zu den Hobbyisten – wir sind bestrebt, der Sicherheit bei all unseren Entscheidungen und zukunftsweisenden Blockchain-Technologien Vorrang einzuräumen.

2019 war Rekordjahr für Bitcoin-Börsen-Hacks

Dass eine Versicherung für Krypto-Börsen keine schlechte Idee ist, belegt unterdessen ein neuer Bericht der Blockchain-Analysten von Chainalysis. Denn die Verfasser des Berichts machen deutlich, dass es im Jahr 2019 mengenmäßig so viele Angriffe auf Bitcoin-Börsen gab wie noch nie. Mit 283 Millionen US-Dollar konnten die Hacker dabei zwar weniger Geld erbeuten als im Vorjahr, allerdings gibt es für Börsen auch weiterhin allen Grund dafür, wachsam zu sein.

Bittrex sieht sich momentan indes selbst einer Schadensersatzklage gegenüber, der ein Hack zu Grunde liegt. Opfer des Angriffs war allerdings nicht die Bitcoin-Börse, sondern der Großinvestor Gregg Benett. Angreifer verschafften sich Zugriff zu dessen Smartphone, um Benetts Bitcoin-Konto bei Bittrex leer zu räumen. Benett behauptet nun, dass Bittrex bestimmte Sicherheitsstandards nicht eingehalten hätte.

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