Bitcoin-Börse Bitfinex und Tether: Gericht lenkt ein, Ermittlungen laufen jedoch weiter
Bitcoin, Bitcoin-Börse Bitfinex und Tether: Gericht lenkt ein, Ermittlungen laufen jedoch weiter

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Bitcoin-Börse Bitfinex und Tether: Gericht lenkt ein, Ermittlungen laufen jedoch weiter

Die einstweilige Verfügung rund um Tether und Bitfinex wurde verändert. Tether darf seine Gelder wieder für Investitionen nutzen. Lediglich der Zahlungsverkehr zwischen dem Stable-Coin-Anbieter und der Bitcoin-Börse bleibt unterbunden. Ein Ende des Negativtrends für Bitfinex ist weiterhin fraglich.

Der Stable-Coin-Anbieter Tether und die Bitcoin-Börse Bitfinex haben Grund zum Aufatmen. Beide Unternehmen sahen sich zuletzt in einen Rechtsstreit mit der New Yorker Staatsanwaltschaft verwickelt. Das zuständige Gericht hat nun einer Beschwerde der Angeklagten stattgegeben. Tether darf seine US-Dollar-Reserven wieder für laufende Geschäfte nutzen.

Im Zentrum der Klage stand ein Darlehen in Höhe von 625 Millionen US-Dollar sowie eine Kreditlinie von weiteren 900 Millionen. Tether soll Bitfinex beides gewährt haben, um Zahlungsengpässe der Bitcoin-Börse auszugleichen. Brisant daran: Tether steht schon seit einer Weile unter Verdacht, nicht über die nötigen Geldreserven für die Deckung des eigenen Stable Coin zu verfügen. Weder das Darlehen noch die Zahlungsengpässe wurden folglich publik gemacht. Dass beide Unternehmen dieselben Eigentümer haben, macht die Sache nicht weniger heikel.

Tether darf wieder Investitionen tätigen

Als Konsequenz ließ die Staatsanwaltschaft das Firmenvermögen von Tether einfrieren. Laut der Gerichtsverfügung vom 16. Mai darf Tether allerdings wieder Investitionen mit dem eigenen Vermögen tätigen. Wie das Gericht mitteilte, soll die einstweilige Verfügung „die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Beteiligten nicht mehr als notwendig einschränken.“


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Die Verfügung verbietet so in erster Linie den Geldtransfer zwischen Tether und Bitfinex. Jenseits gewöhnlicher Geschäftspraktiken ist es Tether untersagt, Assets an Bitfinex zu verleihen. Des Weiteren darf Tether die eigenen US-Dollar-Reserven nicht für Zahlungen an Angestellte der beiden Unternehmen nutzen. Lohnansprüche sind hiervon ausgenommen. Dokumente mit Relevanz für die Ermittlungen dürfen die Angeklagten außerdem nicht modifizieren.

Vertrauen in Bitfinex gesunken

Besonders für Bitfinex stehen die Sterne momentan nicht besonders günstig. Um den anhaltenden Liquiditätsproblemen entgegenzuwirken, führte die Bitcoin-Börse ein Initial Exchange Offering durch. Der Leo Token konnte tatsächlich Tether (USDT) im Wert von einer Milliarde US-Dollar in die Kassen spülen. Ob Bitfinex damit das Vertrauen der Krypto-Community zurückgewinnen konnte, ist indes fraglich.

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