Das Intellektuelle Dark Web – eine Alternative für Patreon?

Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Alex Roos

Alex Roos absolvierte einen B.Sc. in "Management, Philosophy & Economics" an der Frankfurt School of Finance & Management und schrieb seine Bachelorarbeit über die "Anwendungsfelder und Adaption der Blockchain Technologie". Ihn begeistern vor allem "pure" Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero.

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Soziale Plattformen zensieren immer stärker ungewünschte und kontroverse Meinungen. Allerdings liefert das Krypto-Universum direkt eine zensurresistente Alternative: BitBacker.io.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Content Creators haben es nicht leicht in den letzten Jahren. Wer seinen Lebensunterhalt durch die Erstellung von YouTube-Videos oder ähnlichem bestreiten will, ist dabei oft von den Plattformen abhängig. So trifft es manchen hart, wenn YouTube entscheidet, dass der präsentierte Content nicht für Werbung geeignet ist und das Video damit demonetarisiert. Als Alternative hat sich über die letzten Jahre eine weitere Plattform etabliert, die sich darauf spezialisiert, Künstlern und anderen ein regelmäßiges Einkommen zu beschaffen: Patreon.

Patreon schafft eine Lebensgrundlage für Künstler

Patreon ist eine Seite, bei der sich jeder ein Profil erstellen kann. Mit einem Profil ist es den Spendern, den Patronen, möglich, fortlaufend Spenden zu entrichten. Der Künstler bekommt so ein verlässliches Einkommen, mit dem er planen kann. Auf der anderen Seite kann der Künstler seinen Patronen besondere Rechte einräumen. Beispielsweise dürfen sie Fragen stellen, die dann beantwortet werden, bekommen die Inhalte früher zu sehen und so weiter. Ein Konzept, das Unabhängigkeit von YouTube schafft.

Soziale Medien misten aus


Spätestens nachdem Alex Jones und sein Nachrichtenkanal Infowars praktisch über Nacht von allen großen sozialen Medien deplattformisiert wurde, sollte klar sein, dass eine Zensur durch die großen Technologiekonzerne geht. Google, Facebook und Twitter möchten sich nicht mit kontroversen Themen identifizieren. Das Resultat ist, dass vielen Content Creators ihre jahrelange Arbeit über Nacht zunichte gemacht wird. Darüber hinaus verlieren sie auch jegliche Aussichten auf ein geregeltes Einkommen durch ihre Online-Aktivitäten.

Bisher bot Patreon hier einen sicheren Hafen, ein zweites Standbein, unabhängig von der Demonetarisierung YouTubes. Allerdings gerät die Grundlage durch Patreon jetzt auch ins Wanken: Milo Yiannopoulos und Sargon of Akkad wurden der Plattform verwiesen. Was nun?

BitBacker: Zensurresistente Alternativen für Patreon

Das Vorgehen Patreons zeigt eindrucksvoll, wie einfach sich ungewollte Stimmen ersticken lassen. Unter dem Vorwand der vermeintlichen Hassrede zensieren soziale Plattformen wie Facebook, YouTube, Twitter und nun auch Patreon. Der Psychologe und Autor Jordan B. Peterson kritisiert diese Haltung. Seiner Meinung nach müsse die Rede frei sein, damit eine Gesellschaft zur Wahrheit finden könne. Ironischerweise reflektiert er in einem Post auf Patreon über die Zensur und sinnt über Alternativen. Jordan Peterson, Sam Harris, Dave Rubin und Joe Rogan sind in den Vereinigten Staaten auch als „Intellectual Dark Web“ bekannt.

Das könnte zum Beispiel BitBacker.io sein. Der Sinn ist derselbe wie bei Patreon, allerdings legt die Plattform Wert auf Zensurresistenz. Aus diesem Grund bietet BitBacker Kryptowährungen als Unterstützung für Künstler an. Möchte man eine zensurresistente Plattform schaffen, darf ein zensurresistentes Geld natürlich nicht fehlen. Bitcoin scheint hier ideal.

Dave Rubin, ein Mitstreiter Petersons, hat sich mittlerweile schon eine Bitcoin-Adresse eingerichtet.

Vielleicht schwappt hier eine neue Welle an Enthusiasten in die Krypto-Welt. Peterson, Rubin und Sargon of Akkad stehen für eine neue Form der Kommunikation. In langen Formaten, die über das Internet verteilt werden, diskutieren sie anspruchsvolle Themen. Das Wichtigste für sie ist die Meinungsfreiheit. Ein Ideal, dem auch Bitcoin sehr nahe kommt.

Jeder, der mehr über BitBacker wissen möchte, sollte sich selbst durch die noch recht simple Seite klicken. Zusätzlich besprach Podcaster Tom Woods die „Social Media Purges“ und BitBacker mit der Blockchain-Advokatin Naomi Brockwell. In jedem Fall ist es erfreulich zu sehen, dass Bitcoin & Co. auch tatsächlich für ihre stärksten Anwendungsfälle Nutzung finden.

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