Kehrtwende in Simbabwe Zentralbank will Kryptowährungen regulieren

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

Teilen

Quelle: Shutterstock

Jetzt anhören
BTC11,593.19 $ -1.30%

Die Zentralbank Simbabwes RBZ hat sich zu einer Kehrtwende entschieden. Künftig will das oberste Geldinstitut des Landes Leitlinien für Krypto-Unternehmen herausgeben. Bislang hatte die Regierung ortsansässigen Banken und Börsen den Handel mit Kryptowährungen untersagt. Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftskrise scheint das Land damit nach jedem Strohhalm zu greifen.  

Hyperinflation, Arbeitslosigkeit, Hungersnot – der Druck auf die Regierung des afrikanischen Binnenstaates Simbabwe ist dieser Tage so hoch wie nie. Im Kampf gegen die wirtschaftliche Misere greifen die Behörden zu jedem erdenklichen Mittel, um den ökonomischen Niedergang des Landes in den Griff zu bekommen. In diesem Zuge setzt dabei nun die Zentralbank RBZ zu einer überraschenden Kehrtwende an.

Während die Behörde zuletzt noch vor Digitalwährungen warnte und den Banken und Börsen des Landes erst 2018 ein striktes Krypto-Verbot auferlegte, will die RBZ Kryptowährungen künftig offiziell per Gesetz regulieren. Dies berichtet die ortsansässige Zeitung Chronicle an diesem Montag, dem 16. März.

Dem Bericht zufolge habe der stellvertretende Zentralbankdirektor Josephat Mutepfa bereits am vergangenen Freitag entsprechende Schritte angekündet. Demnach bereite sich die RBZ zur Stunde darauf vor, gesetzliche Vorgaben sowie eine regulatorische Sandbox für heimische Krypto-Unternehmen auf den Weg zu bringen.

Wir haben bereits begonnen, ein FinTech-Framework zu entwickeln, da in der Regulierung alles gut strukturiert sein sollte. Der Gesetzesrahmen, bei dem es sich um eine regulatorische Sandbox handelt, wird die Arbeitsweise von Krypto-Unternehmen bewerten [und somit unterstützen],


Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen (CFD) auf Plus500 sicher handeln. Warum Plus500? Führende CFD Handelsplattform; 40.000 EUR Demo-Konto; Mobile Trading-App; starker Hebel; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Gold Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).
Jetzt Konto eröffnen

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter [Anzeige]
.

so Mutepfa über die Kehrtwende seiner Behörde. Diese wolle laut Chronicle mit dem Schritt vor allem auf den Boom von FinTech–Unternehmen im Land antworten.

Eine solche regulatorische Sandbox könnte es Unternehmen künftig ermöglichen, ihre Produkte bereits vor offiziellem Markteintritt in einer Art Experimentierraum zu testen. Unter Anleitung und Aufsicht der Behörden können so Probleme und gesetzliche Fallstricke ausgelotet und behoben werden.

Eine transparenter Gesetzesrahmen wiederum soll dem Finanzsektor des Landes darüber hinaus weitere Sicherheit geben und diesen so „zum Blühen bringen“, beschreibt Mutepfa.

Simbabwe in der Abwärtsspirale: IWF warnt vor humanitärer Krise

Ob die neuen Regelungen die ortsansässige FinTech-Branche tatsächlich beflügeln werden, bleibt angesichts der desaströsen Wirtschaftslage Simbabwes abzuwarten. So drohen dem Land in diesem Jahr erneut Dürre, Hungersnot und damit wirtschaftlicher Stillstand. Erst im Februar hatte der internationale Währungsfonds (IWF) vor einer humanitären Krise gewarnt und zu Spenden aufgerufen. Den drohenden Kollaps werden dann auch Krypto-Unternehmen nicht aufhalten können.

Gleichzeitig ist es ungleich des krisengebeutelten Venezuela in Simbabwe wenig denkbar, dass die Bevölkerung auf die Potentiale von Kryptowährungen als Alternative zum Simbabwe-Dollar zurückgreift. Zwar erfreuten sich Bitcoin & Co. zuletzt vor allem aufgrund des offiziellen Verbots gegenüber dem Devisenhandel großer Beliebtheit im Land. Dass die Menschen künftig flächendeckend zu Kryptowährungen greifen, kann jedoch als unwahrscheinlich betrachtet werden. Nur ein Bruchteil der teils bitterarmen Bevölkerung hat Zugang zum Internet.


Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen (CFD) auf Plus500 sicher handeln. Warum Plus500? Führende CFD Handelsplattform; 40.000 EUR Demo-Konto; Mobile Trading-App; starker Hebel; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Gold Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).
Jetzt Konto eröffnen

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter [Anzeige]
.



Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany

Deine Vorteile:

– Einfache Kontoeröffnung (auch mobil)

Sofort Bitcoin handeln

– Kreditkarten- und Paypalzahlung möglich

– Kostenloses Demokonto

CFDs bergen Risiken. 76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld.