Verge (XVG): Kurs-Durchhänger nach Pornhub-Partnerschaft

Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Alex Roos

Alex Roos absolvierte einen B.Sc. in "Management, Philosophy & Economics" an der Frankfurt School of Finance & Management und schrieb seine Bachelorarbeit über die "Anwendungsfelder und Adaption der Blockchain Technologie". Ihn begeistern vor allem "pure" Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero.

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Quelle: BANGKOK, THAILAND-FEBRUARY 15: Pornhub Website on the Screen on February 15 ,2018. in Bangkok Thailand. via Shutterstock

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Die Kryptowährung Verge (XVG) verkündete am 17. April eine Partnerschaft mit der Pornographie-Website Pornhub. Als Reaktion auf die Ankündigung machte der Verge-Kurs einen Kopfsprung. Hier einige Gedanken. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Ende März startete das Verge-Projekt eine Crowdfunding-Runde für eine geheime Partnerschaft. Daraufhin wurden gut 75 Millionen XVG von der Community gespendet. Das entsprach damals einem Wert von über einer Million US-Dollar. Zwei Wochen später, nach etlichen Ankündigungen der Ankündigung, das offizielle Statement: Pornhub akzeptiert ab sofort auch Verge als Zahlungsmittel für Merchandise, Video-On-Demand und Streaming-Dienste.

Das Vorspiel

Verge ist schon in der Vergangenheit durch die Marketing-Anstrengungen aufgefallen. John McAfee brachte Verge zuerst auf den Radar der Krypto-Community. Der Vorteil von Verge sei die angebotene Privatsphäre in Kombination mit einem niedrigen Marktkapital – da rufen die Gewinne! Dennoch musste Verge wieder und wieder Angriffe von unterschiedlichen Seiten trotzen. Screenshots von McAfee tauchten auf, welcher einen prominenten Verge-Wal mit Rufmord erpressen wollte. Dann kam das Wraith-Protokoll-Update verspätet. Nicht zuletzt wurden Stimmen laut, dass Verge sein Versprechen auf Privatsphäre nicht halten könne.

In bekannter Verge-Maniere hypte die Community die Ankündigung so sehr, dass am 17. April alle gebannt auf ihre Computer blickten, als Verge den Vorhang lüftete. Die Telegram-Gruppen hatten keine Sekunde Ruhe – Bilder von Lambos und Monden, soweit der Finger scrollen kann. Dann die Nachricht: Eine Partnerschaft mit Pornhub.

Der Verge-Kurs macht schlapp


Die Antizipation, die sich auch im Kurs niederschlug, konnte nicht aufrecht gehalten werden. Kaum war die Neuigkeit in der Welt verbreitet, begann der Verge-Kurs zu fallen. Von fast 12 US-Dollar-Cent auf knapp 8 US-Dollar-Cent fiel der Verge-Kurs. Gerade einmal 4 Cent Unterschied – ist das gravierend? Nun, weil es gut 14 Milliarden XVG in Zirkulation gibt, bedeuten diese 4 Cent ein Wert von gut 700 Millionen US-Dollar.

Diese Reaktion scheint so, als würde der Markt die Partnerschaft nicht gut heißen. PayPal wäre vielen als Partner wohl lieber gewesen. Die Spekulationen vor der Ankündigung waren jedoch so wild, dass eine Enttäuschung vorprogrammiert war.

Ganzkörper-Analyse: Verge

Die Kryptowährung wirkt dubios: Der Code aus einem anderen Projekt kopiert, Deadlines nicht einhalten, bei der Community um Geld betteln, eine 51-%-Attacke, interne Pump-&-Dump-Absprachen. Am schlimmsten ist jedoch das Versprechen auf Privatsphäre, das Verge nicht einhält. Transaktionen in Verge sind nicht anonym und wer wirklich die Porno-Ausgaben vor dem Partner (oder der Regierung) verstecken will, sollte lieber zu Alternativen greifen.

Beschäftigt man sich mit der Community, fällt auf, dass wenig Wert auf eine technologische Grundlage gelegt wird. Im Vordergrund steht der potentielle Gewinn beim Kursanstieg. Für diesen Anstieg ist jeder Steigbügelhalter recht. Nicht zu vergessen ist, dass Verge PornHub letztlich Geld für diese Partnerschaft gezahlt hat.

Die Zeit wird zeigen, ob die Partnerschaft zwischen Verge und Pornhub beständige Früchte trägt.

BTC-ECHO


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