Die US-Notenbank Fed belässt mit elf zu eins Stimmen den Einlagezins bei der im Dezember 2025 etablierten Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent. Das teilte die Notenbank während des FOMC-Meetings am Abend des 18. März mit. Die Entscheidung war vom Markt so erwartet und eingepreist worden. Auf Polymarket lag die Wahrscheinlichkeit für die Beibehaltung des Zinssatzes zwei Stunden vor Verkündung bei nahezu 100 Prozent.
Hintergrund für den restriktiven Kurs der Notenbank ist eine steigende Inflation in den USA. Nach Daten, die das Bureau of Labor Statistics am 11. März veröffentlicht hat, steigen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich beträgt die Teuerungsrate 2,4 Prozent.
Gleichzeitig zeigt der Arbeitsmarkt aber erste Schwächesignale. Die Fed betont eine strikt datenabhängige Vorgehensweise und hält sich angesichts erhöhter Unsicherheit – auch durch geopolitische Risiken – alle Optionen offen. Ein abweichendes Votum zugunsten einer Zinssenkung deutet jedoch darauf hin, dass innerhalb des Gremiums die Bereitschaft für eine Lockerung langsam zunimmt. Allerdings schlägt sich der Krieg im Iran noch nicht in den offiziellen Inflationszahlen nieder, zuletzt waren die Preise für Kraftstoffe in den USA deutlich gestiegen.
In einer ersten Reaktion zeigt sich Bitcoin stabil. Die Kryptowährung steht auf Tagessicht noch über der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar und steigt nach Bekanntwerden der Zinsen um 0,8 Prozent.
