Die Prognose-Plattformen Polymarket und Kalshi prüfen laut einem Bericht des Wall Street Journal neue Finanzierungsrunden, die beide Unternehmen mit jeweils rund 20 Milliarden US-Dollar bewerten könnten. Gespräche mit potenziellen Investoren hätten bereits begonnen, befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
Eine Bewertung dieser Größenordnung würde die bisherigen Unternehmenswerte nahezu verdoppeln. Kalshi wurde zuletzt im Dezember mit rund elf Milliarden US-Dollar bewertet, nachdem das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde US-Dollar abgeschlossen hatte. Zu den Investoren zählen unter anderem Paradigm und Sequoia Capital.
Auch Polymarket zählt zu den größten Prognose-Märkten. Das Unternehmen wurde 2020 gegründet und war im Oktober mit rund neun Milliarden US-Dollar bewertet worden, nachdem Intercontinental Exchange, der Betreiber der New Yorker Börse, eine Investition von bis zu zwei Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Eine regulierte Version für den US-Markt soll noch in diesem Jahr starten.
Goldgrube für Insiderhandel?
Derweil steigt der politische Druck auf die Branche. In den USA arbeiten mehrere Abgeordnete derzeit an einem Gesetz zur Regulierung von Prognose-Plattformen. Hintergrund sind Vorwürfe des Insiderhandels im Zusammenhang mit Venezuela und Iran.
Die niederländische Glücksspielbehörde hat kürzlich eine Zwangsgeldverfügung gegen Adventure One QSS Inc., den Betreiber des Prognose-Markts Polymarket, erlassen. Nach Angaben der Behörde bietet die Plattform ohne erforderliche Lizenz Glücksspiele auf dem niederländischen Markt an. Die Ukraine hat den Zugang zum Prognosemarkt ebenfalls kürzlich gesperrt.
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