Neue Partnerschaft 

Palantir Software soll Insidertrading auf Polymarket stoppen

Polymarket will mit Palantir Software künftig Insidertrading bekämpfen. Auf der Hauptplattform kommt die Anwendung jedoch nicht zum Einsatz.

Daniel Hoppmann
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Polymarket-CEO Shayne Coplan steht auf dem Parkett der NYSE in New York.

Beitragsbild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Seth Wenig

| Polymarket-CEO Shayne Coplan hatte in der Vergangenheit mit fragwürdigen Aussagen zu Insidertrading für Irritationen gesorgt

Polymarket wird künftig Überwachungssoftware von Palantir verwenden, um Insidertrading auf dem Prognosemarkt zu bekämpfen. Das gab das Unternehmen in einer Presseerklärung bekannt. Demnach schließt die Plattform eine Partnerschaft mit dem umstrittenen Technologieunternehmen sowie der KI-Firma TWG AI. Zunächst sollen Sportwetten ins Visier genommen werden.

Konkret bauen Palantir und TWG AI dafür eine neue Plattform, die dabei helfen soll. “verdächtige Aktivität zu identifizieren, zu verhindern und zu melden”, heißt es in der Erklärung. Grundlage dafür ist ein KI-Programm, das im vergangenen Jahr aus einem Joint Venture der Firmen entstand.

Laut Bloomberg werde das System zunächst in einem in den USA regulierten Firmenzweig eingesetzt, den Polymarket gerade aufbaut. Ob bei erfolgreicher Testung, die Software auch auf der Hauptplattform eingesetzt wird, die außerhalb der US-Jurisdiktion liegt, ist unklar.

Insider verdienen auf Polymarket Millionen

Bislang plant Polymarket den Einsatz nur auf Sportwetten zu beschränken. Ungewiss bleibt, ob auch andere Prognosemärkte später inkludiert werden. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Insider-Vorwürfen im Zusammenhang mit Polymarket. So sorgte ein Fall im Januar für Aufsehen, als ein Trader Millionen mit einer Wette auf die spektakuläre Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro durch die USA verdiente.

Dass der Polymarket-CEO Shayne Coplan nun zumindest im Sport-Bereich “erstklassige Analysen und Überwachungsmaßnahmen” zur Verfügung stellen will, zeigt ein Umdenken beim 28-Jährigen. In der Vergangenheit hatte der Polymarket-CEO mit fragwürdigen Aussagen in Bezug auf Insidertrading für Irritationen gesorgt. In den AGB des Prognosemarkts findet sich bis heute keine eindeutige Passage, die Insidertrading verbietet.

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