"Unangenehmer Typ" 

Michael Saylor: Strategy-Gründer taucht in den Epstein Files auf

Michael Saylor taucht in den Epstein Files auf, die jüngst freigegeben wurden. Was der Strategy-Gründer mit dem Sexualverbrecher zu tun hat.

Daniel Hoppmann
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Michael Saylor steht auf einer Bühne und hält eine Rede.

Beitragsbild: picture alliance

| Der erste Kontakt enstand im März 2010
  • Strategy-Gründer Michael Saylor taucht in den Epstein Files auf. Das geht aus Dokumenten hervor, die das Department of Justice (DoJ) am Freitag veröffentlichte.
  • In insgesamt drei Datensätzen wird der Gründer des Bitcoin-Treasury-Unternehmens dabei mehrfach im E-Mail-Verkehr des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und der PR-Beraterin Peggy Siegal erwähnt. Laut New York Times fungierte Siegal in dem Netzwerk als eine Art Vermittlerin für hochkarätige Veranstaltungen.
  • Der erste Kontakt enstand im März 2010. Damals trifft Peggy Siegal den damals 45-Jährigen “Gründer einer Computerfirma” in New York. Er wird zu mehreren Veranstaltungen unter anderem zu den Filmfestspielen in Cannes eingeladen.
  • In einer Mail im Mai äußert Siegal subjektive Kritik an Saylors Charakter. Er sei ein totaler “Creep” (zu Deutsch: unheimlicher Typ). “Er hat gar keine Persönlichkeit, in etwa wie ein Zombie auf Drogen”, schreibt sie.
  • Siegal äußert weitere Bedenken: “Es bestehen offensichtliche persönliche Unstimmigkeiten. Ich denke nicht, dass ich einfach sein Geld nehmen kann, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, weil er kein Gefühl für soziales Benehmen hat.”
  • Unklar bleibt dabei, in welchem konkreten Zusammenhang das erwähnte Geld steht und was Siegal mit einem „besseren Leben“ genau meint – die E-Mails liefern dazu keine weiteren Erläuterungen.
  • In einem Datensatz taucht eine Mail an Jeffrey Epstein auf. Der Absender der Mail ist geschwärzt. Darin werden sehr tiefe Einblicke in das Privatleben der Person gegeben. Nebenbei wird erwähnt, dass die Person bei einem “Typen namens Michael Saylor” übernachten werde.
  • Wer die Nachricht versendet hat, ist unklar. Das DoJ schreibt in ihrer Erklärung zur Veröffentlichung der Akten, “dass Schwärzungen auf den Schutz der Opfer und ihrer Familien beschränkt sein sollten.”
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