In den kommenden Jahren 

Neue Initiative von Mastercard: “Quasi die gesamte Finanzwelt wird auf Blockchains laufen”

Der Zahlungsriese Mastercard forciert die Integration digitaler Assets. Ein neues Netzwerk aus 85 Firmen soll B2B-Payments und Settlement grundlegend verändern.

Johannes Dexl
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Nahaufnahme einer Mastercard-Kreditkarte mit ihrem Logo mit roten und gelben sich überlappenden Kreisen und eingeprägten Zahlen, die die Rolle von Mastercard bei der Förderung der Krypto-Infrastruktur hervorheben.

Beitragsbild: Shutterstock

| Mastercard weitet seine Krypto-Expansion aus

Mastercard forciert die Integration von Blockchain-Technologie in den globalen Zahlungsverkehr. Mit dem Start des Mastercard Crypto Partner Program bringt der Zahlungsdienstleister über 85 Krypto-native Unternehmen, Zahlungsabwickler und Finanzinstitutionen an einen Tisch. Das Ziel der Initiative ist die Entwicklung marktreifer Lösungen für On-Chain-Zahlungen und die Modernisierung grenzüberschreitender Transaktionen.

Fokus auf institutionelle Use Cases

Der Finanzsektor verlässt die experimentelle Phase digitaler Assets. Mastercard erkennt einen wachsenden Bedarf an praktischen Anwendungen, die über spekulative Zwecke hinausgehen. Im Zentrum des neuen Programms stehen B2B-Geldtransfers, Auszahlungen und das globale Settlement. Durch die Kombination von Blockchain-basierter Programmierbarkeit mit bestehenden Kartennetzwerken will das Unternehmen die Effizienz im Zahlungsverkehr steigern.

Teilnehmer des Programms arbeiten eng mit den Teams von Mastercard zusammen, um die Richtung künftiger Produkte mitzugestalten. Dabei geht es primär darum, technische Innovationen in konforme und skalierbare Anwendungsfälle zu übersetzen, die sich nahtlos in den alltäglichen Handel integrieren lassen.

Brücke zwischen TradFi und Blockchain

Das Mastercard Crypto Partner Program versteht sich als Forum für den Wissensaustausch. Während Krypto-native Firmen technisches Know-how einbringen, liefert Mastercard die regulatorischen Frameworks und den Zugang zu globalen Handelsströmen. Dieser duale Ansatz soll sicherstellen, dass On-Chain-Lösungen die notwendigen Sicherheitsstandards für den Massenmarkt erfüllen.

Die Initiative baut auf bestehenden Programmen wie Start Path und der Engage-Plattform auf. Mastercard unterstreicht damit die langfristige Strategie, als Vermittler zwischen dezentralen Technologien und dem klassischen Finanzsystem zu agieren. In einer Zeit, in der On-Chain-Assets zunehmend zur Lösung realer Probleme eingesetzt werden, positioniert sich der Konzern als zentraler Ankerpunkt für Vertrauen und Standardisierung im digitalen Ökosystem.

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, erklärt dazu auf X: “Es ist ziemlich klar, dass quasi der gesamte Finanzsektor in den kommenden Jahren auf Blockchain Rails laufen wird. Die einzige Frage, die noch offen ist, ist, wie viel Wert durch Token im Vergleich zu anderen Einheiten erfasst wird. Das wird das Schlachtfeld für den nächsten Zyklus sein.”

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