Arthur Hayes zieht die Reißleine 

Krypto-Experte verkauft Altcoins-Bestände – Liquiditätsengpass durch KI?

Arthur Hayes löst seine Altcoin-Positionen auf. Warum der KI-Hype für Krypto zum Problem wird und auch Bitcoin nicht verschont.

Tobias Zander
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Arthur Hayes in einem schwarzen T-Shirt sitzt auf einem weißen Stuhl, gestikuliert mit einer Hand und spricht über Krypto vor einem dunklen, blaugrünen Hintergrund.

Beitragsbild: picture alliance

| Trotz großem Bitcoin-Potenzial präferiert Arthur Hayes Ethereum

“Es wurde für Bitcoin fast unmöglich, diese Liquidität zu erhalten, weil sich gerade alle auf KI konzentrieren”, erklärt Arthur Hayes in einem Interview hinsichtlich des derzeitigen Liquiditätsengpasses im Krypto-Markt. Als Konsequenz daraus trennte sich der BitMEX-Mitgründer und amtierende Maelstrom-CIO von sämtlichen Altcoin-Beständen, darunter auch Hyperliquid (HYPE), Near Protocol (NEAR) und nicht zuletzt Worldcoin (WLD).

Im Gegensatz zu seinen früheren Erwartungen sei ein Großteil der neugeschaffenen Fiat-Liquidität eben nicht in Bitcoin und andere Kryptowährungen geflossen, sondern vom KI-Sektor absorbiert worden. Nach dem Mega-IPO von SpaceX warten viele Investoren bereits gespannt auf die Börsengänge der KI-Riesen OpenAI und Anthopic, die in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen könnten.

Kritik aus der Krypto-Community

Allerdings betont der Krypto-Milliardär, dass die KI-Branche derzeit mit drei großen Risiken konfrontiert sei, wozu steigende Energiekosten, ein möglicher politischer Kurswechsel in den Vereinigten Staaten sowie die beiden genannten potentiellen Billionen-IPOs zählen, die den Märkten zusätzliche Liquidität entziehen könnten.

Selbst wenn sich der Hype um KI-Aktien legen würde, sei aber unklar, ob Bitcoin unmittelbar davon profitiere. Kurzfristig könne die Krypto-Leitwährung sogar gemeinsam mit ihnen und anderen Risiko-Assets korrigieren

Aufgrund des Timings seiner jüngsten Verkäufe bekam Hayes heftigen Gegenwind aus der Krypto-Community zu spüren. On-Chain-Analyst ZachXBT stellte in einem X-Post beispielsweise die Frage, wie viel Exit Liquidity der 41-Jährige zuletzt bei seinen eigenen Followern generiert habe. Er soll verschiedene Token, darunter auch Zcash (ZEC), zunächst gehypt haben, um sie dann zulasten seiner Fans auf dem Höhepunkt der Kursentwicklung abzustoßen. Der Krypto-Veteran selbst wies diese Vorwürfe klar zurück.

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