Die Self-Custody-Wallet ermöglicht es KI-Agenten, ab sofort eigenständig Onchain-Transaktionen auszuführen, ohne dass Nutzer jeden Vorgang einzeln bestätigen müssen. Die Ausgabelimits und Risikovorgaben werden von den Nutzern dabei weiterhin im Voraus festgelegt.
DeFi-Handel ohne manuelle Freigabe
Über eine Kommandozeile lässt sich die Wallet unter anderem mit Agenten-Frameworks wie Claude oder OpenClaw verbinden. Der KI-Agent kann anschließend die Märkte beobachten und beim Eintreten der passenden Bedingungen selbstständig Transaktionen vorbereiten und ausführen.
Im standardmäßig aktivierten “Guard Mode” gelten tägliche Ausgabelimits und eine Liste zugelassener Protokolle. Überschreitet eine Transaktion diese Vorgaben, wird sie angehalten und muss per Zwei-Faktor-Authentifizierung bestätigt werden. Der optionale “Beast Mode” gewährt dem KI-Agenten mehr Freiraum. Die privaten Schlüssel des Nutzers bleiben aber weiter unter der eigenen Kontrolle und werden den KI-Agenten nicht frei zugänglich sein.
Automatisierung schafft neue Risiken
Dennoch ist der automatische Handel durch KI-Agenten nicht frei von Risiken. Um betrügerische oder nicht freigegebene Transaktionen zu verhindern, durchlaufen die unterstützten EVM-Transaktionen vor ihrer Ausführung eine mehrstufige Prüfung. MetaMask simuliert die erwarteten Auswirkungen dabei mithilfe von Blockaid auf mögliche Bedrohungen und setzt Schutzmechanismen gegen MEV-Angriffe ein.
Die Sicherheitsmechanismen gegen Regelverstöße und verdächtige Transaktionen bieten jedoch keinen Schutz vor unprofitablen Handelsstrategien. KI-Agenten können Marktinformationen missinterpretieren und ungeeignete Positionen eröffnen oder durch manipulierte Eingaben beeinflusst werden. Darum richtet sich die neue Funktionsmöglichkeit auch vor allem an erfahrene Trader.
