In den USA haben 2025 wieder mehr Menschen Kryptowährungen genutzt oder gehalten. Laut einem Bericht der Federal Reserve gaben rund zehn Prozent der Erwachsenen an, Krypto für irgendeinen Zweck verwendet zu haben. Das ist der höchste Wert seit 2022, liegt aber noch unter dem Niveau von 2021, als zwölf Prozent der Amerikaner Krypto nutzten.
Der wichtigste Grund bleibt klar das Investment. Rund neun Prozent der Befragten nutzten Kryptowährungen als Anlageinstrument. Für Zahlungen spielten Bitcoin und andere digitale Assets dagegen nur eine kleinere Rolle. Nur zwei Prozent verwendeten Krypto zum Bezahlen, ein Prozent nutzte es, um Geld an Familie oder Freunde zu senden.
Krypto bleibt für viele eine reine Geldanlage
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Investment und echter Nutzung im Alltag. Obwohl Zahlungsanbieter weiter daran arbeiten, Bitcoin und Stablecoins im Handel zu etablieren, bleibt der praktische Einsatz laut Fed Daten überschaubar.
Bei vielen Krypto-Zahlungen ging die Initiative offenbar nicht von den Kunden selbst aus. Mehr als ein Viertel der Befragten, die Kryptowährungen für Zahlungen nutzen, gab an, Kryptowährungen genutzt zu haben, weil das jeweilige Geschäft oder Unternehmen diese Zahlungsform angeboten oder bevorzugt hatte. Als Vorteile nannten die Nutzer unter anderem schnellere Transaktionen sowie niedrigere Gebühren.
Amerikaner ohne Zugang zum traditionellen Bankensystem nutzten Kryptowährungen deutlich häufiger für Transaktionen. Sechs Prozent der “Unbanked” verwendeten Krypto für Zahlungen oder Geldtransfers, bei Menschen mit Bankkonto lag der Wert lediglich bei zwei Prozent.
Die Zahlen zeigen, dass Kryptowährungen in den USA zwar weiterhin präsent bleiben, der praktische Einsatz im Alltag aber noch deutlich hinter der Nutzung als Investment zurückliegt.
