"Wäre der einfachere Weg gewesen" 

Garlinghouse: Ripple stand kurz vor der Auflösung

Nach der SEC-Klage stand Ripple offenbar vor dem Aus. CEO Brad Garlinghouse erklärte nun, warum sich das XRP-Unternehmen für den Rechtsstreit entschied.

Moritz Draht
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Ripple-CEO Brad Garlinghouse

Beitragsbild: picture alliance

| Ripple-CEO Brad Garlinghouse

Nach der Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple im Dezember 2020 stand das Unternehmen offenbar vor einer weitreichenden Entscheidung. Wie CEO Brad Garlinghouse bei einem Auftritt an der University of Kansas erklärte, hätten er und Ripple-Mitgründer Chris Larsen in Erwägung gezogen, Ripple aufzulösen und die XRP-Bestände des Unternehmens an die Anteilseigner zu verteilen.

“Das wäre der einfachere Weg gewesen”, sagte Garlinghouse mit Blick auf den Rechtsstreit mit der SEC, die er als Behörde mit “unbegrenzter Macht und unbegrenzten Ressourcen” bezeichnete. Durch die Auflösung des Unternehmens wäre auch das Verfahren gegen Ripple faktisch beendet worden.

Entscheidung gegen die Abwicklung

Letztlich habe sich die Unternehmensführung jedoch bewusst dagegen entschieden. Ausschlaggebend seien die Folgen für die Beschäftigten gewesen. Eine Schließung hätte “Hunderte Arbeitsplätze” gekostet, erklärte Garlinghouse. Rückblickend sei er froh über die Entscheidung. “Damals war das allerdings keineswegs offensichtlich.”

Die SEC hatte Ripple Ende 2020 verklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Garlinghouse bezifferte die Kosten des Rechtsstreits auf rund 150 Millionen US-Dollar. Im vergangenen Jahr endete das Verfahren nach dem Führungswechsel bei der SEC mit einem Vergleich. Zuvor hatte Richterin Analisa Torres entschieden, dass XRP als Token nicht grundsätzlich als Wertpapier einzustufen ist.

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