Frankfurter Flughafen Corona-Tests setzen auf IOTA und Ethereum

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Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Illustration Corona-Test

Quelle: Shutterstock

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Bei der fälschungssicheren Speicherung von Corona-Test-Ergebnissen am Frankfurter Flughafen kommt neben IOTA auch Ethereum zum Einsatz. Möglich macht das das Kölner Blockchain-Unternehmen Ubirch.

Das Corona-Testcenter am Frankfurter Flughafen wurde am 17. April eröffnet. Betrieben wird es von dem Rostocker Unternehmen Centogene und dem Kölner Blockchain-Start-up Ubirch. Seitdem können sich Ab- und Anreisende am Frankfurter Flughafen auf das Corona-Virus testen lassen. Ein IOTA-affiner Twitter-Nutzer hat nun herausgefunden, dass Testergebnisse unter anderem im Tangle, IOTAs dezentralem Netzwerk, landen.

Habe gerade herausgefunden, dass das CORONA Testcenter am Flughafen FRANKFURT @iotatoken #IOTA als zugrunde liegende Technologie nutzt! Kann leider nicht mehr teilen wegen Datenschutz, aber das sind riesige News! ADAPTION! Vorwärts!

zeigt sich @milancheck euphorisch.

Corona-Test-Ergebnisse auf IOTA diversen Ethereum-Ablegern

In einem weiteren Tweet teilte er das Ergebnis eines PCR-Tests. Darauf zu finden sind neben dem Logo von Ubirch auch die Logos von IOTA und Ethereum.

Der begleitende Text lässt drauf schließen, dass Ubirch für die „Verankerung“ der Test-Ergebnisse mindestens zweigleisig fährt. Neben der Ethereum Blockchain kommt das Tangle von IOTA als Distributed-Ledger-Technologie zum Einsatz.


Ubirch bestätigte in einer E-Mail an BTC-ECHO, dass mehrere DLT für die „Verankerung“ der Testergebnisse verwendet werden:

Ja, das Centogene Corona-Testzentrum am Frankfurter Flughafen nutzt unseren UBIRCH-Service. Wir nutzen Wir haben aber auch verschiedene andere Projekte, vor allem in den Bereichen Industrie, Energie/Versorgung, Versicherungen und Gesundheitswesen.
Wir arbeiten schon eine Weile mit IOTA zusammen. Unsere öffentlichen Anker befinden sich im Tangle [Mainnet]. Tatsächlich setzen wir Trust-Anker in mehreren Blockchains ein. Ubirch verwendet derzeit 5 öffentliche Ledger, um Root-Hashes zu verankern, die durch den Ubirch FastChainer-Service berechnet wurden. Die derzeit angeschlossenen öffentlichen Blockchains sind: IOTA, Ethereum, Ethereum Classic, govdigital (Ethereum-basiert) und Bloxberg (Ethereum-basiert).

Datenschutz bleibt gewährleistet

Die Getesteten müssen sich dabei keine Sorgen darüber machen, dass ihre Ergebnisse veröffentlicht werden, erklärt Ubirch CTO Matthias L. Jugel in einer weiteren Mail an BTC-ECHO.

Ubirch speichert und verarbeitet keine Corona-Testergebnisse direkt, sondern nur Hashes (Fingerprints), die auch ein Secret enthalten, welches nur im QR beim Kunden enthalten ist. […] Mit der Signatur des Labors sind die Testergebnisse schon beweisbar hinsichtlich Authentizität und Integrität. Um eine Unveränderbarkeit der Merkle Trees und damit der Corona-Testergebnisse zu garantieren, werden diese in regelmäßigen Abständen in verschiedenen Chains über eine Transaktion verankert. Damit ist es möglich, viele Testergebnisse zu verankern, ohne Rücksicht auf Transaktionsraten und Preise der einzelnen Blockchains nehmen zu müssen. Aus der Struktur wird schon ersichtlich, dass nicht jedes einzelne Testergebnis im Tangle oder Chain landet, sondern aggregierte Blöcke, welche viele Tests mischen und somit keinen Rückschluss von Verankerung auf einzelne Tests zulässt.

Der Vorteil der dezentralen Speicherung von sensiblen Daten wird von Bitcoin bereits seit 11 Jahren zelebriert. Ein Netzwerk ohne „Single Point of Failure“ ist – zumindest in der Theorie – resistenter gegen Hacker-Angriffe und Inside Jobs. Dabei gilt: Je größer das Netzwerk, desto sicherer. Dass Bitcoin als mit Abstand größtes Krypto-Netzwerk noch nie gehackt wurde, ist der beste Beweis für die Vorteile der Dezentralität. Das gilt auch und besonders für den Bereich der Digitalen Identität.

Update 13.01.2021 17:30: Der Artikel wurde um die Antworten von Ubirch ergänzt.


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TerrorismusfinanzierungDesignierte US-Finanzministerin Yellen nimmt Kryptowährungen ins Visier

54 Minuten

Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich während einer Befragung vor dem Senat kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Kryptowährungen seien ein gefährliches Vehikel zur Terrorismusfinanzierung.

In einer Videokonferenz stand die künftige US-Finanzministerin Janet Yellen dem Finanzausschuss des Senats am 19. Januar Rede und Antwort. Vorrangig ging es während der Anhörung um Pläne, die helfen sollen, die US-Wirtschaft aus ihrer Corona-Wirtschafts-Krise zu befreien. Doch auch Kryptowährungen fanden ihre Erwähnung.

Auf die Frage von Senatorin Maggie Hassan, welche Bedeutung die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve Kryptowährungen im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung beimesse, antwortete Yellen:

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Ich denke, dass viele Kryptowährungen, zumindest im Sinne von Transaktionen, hauptsächlich zur illegalen Finanzierung verwendet werden und ich denke, dass wir wirklich Wege untersuchen müssen, wie wir ihre Verwendung einschränken und sicherstellen können, dass die Geldwäsche nicht über diese Kanäle erfolgt.

Besonderes Gewicht erhalten die Aussagen vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Kapitol. Wie das Blockchain-Unternehmen Chainalysis nachgewiesen hat, flossen im Vorfeld erhebliche Bitcoin-Spenden von Frankreich aus an diverse rechtsextreme Organisationen, die an der Erstürmung des Parlamentsgebäudes beteiligt gewesen sein sollen.

Doch auch ohne diesen Vorfall ist die von Yellen vertretene Haltung gegenüber Kryptowährungen keineswegs neu. Immer wieder werden Bitcoin und Co. als beliebte Vehikel zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung abgeschrieben. Ob Yellen während ihrer Amtszeit der Regulierung von Kryptowährungen besondere Aufmerksamkeit schenkt, ist noch offen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin muss noch formell vom Senat als Finanzministerin bestätigt werden und würde als erste Frau überhaupt das Amt bekleiden.

Zensurfreies InternetBrave integriert IFPS

16 Stunden

Der Krypto-Browser Brave unterstützt künftig das Interplanetary File System (IFPS). Damit können Brave-Nutzer fortan IFPS-Adressen direkt aufrufen – oder mit einem Klick zur IFPS Node werden.

Die Desktop-Version des Brave Browsers unterstützt fortan das IPFS. Das hat Brave Software, das Unternehmen hinter dem auf Datenschutz fokussierten Browser, am 19. Januar in einer Pressmitteilung verkündet. Das IFPS ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das ein Zensur-freies Internet ermöglicht. Einen bekannteren Einsatz fand das IFPS beispielsweise, als der türkische Präsident Erdogan Ende 2017 für seine Landsmänner und -Frauen den Zugriff auf Wikipedia sperrte. Die Sperre sollte bis zum 15. Januar 2020 anhalten. Aktivisten hatten seinerzeit eine Kopie der Wikipedia auf dem IFPS angefertigt – und dem Autokraten damit ein Schnippchen geschlagen.

Brave und IFPS gegen die Zensurwut

Mit dem jüngsten Update des Krypto-Browsers Brave sollen die Nutzer fortan nicht nur die Möglichkeit haben, Ipfs://-URLs aufzurufen, sondern auch selbst einen IFPS Node zu betreiben und Daten ins IFPS auszulagern. Molly Mackinlay, Projektmanagerin bei IPFS, sieht in der Kooperation einen Gewinn für das dezentralisierte Web (dWeb). Und lässt dabei durchscheinen, dass das türkische Staatsoberhaupt nach wie vor unfreiwillig Werbung für ein Zensur-resistentes Web macht:

Indem die Vorteile des dWeb zu Brave-Nutzern gebracht werden, werden die Bemühungen von IPFS, die systemische Datenzensur durch Unternehmen und Nationalstaaten zu beseitigen, nun durch die Integration mit Brave verstärkt. Heute können Webnutzer auf der ganzen Welt nicht auf eingeschränkte Inhalte zugreifen, darunter zum Beispiel Teile von Wikipedia in Thailand, über 100.000 gesperrte Websites in der Türkei und kritischer Zugang zu COVID-19-Informationen in China. Jetzt kann jeder mit einer Internetverbindung auf diese kritischen Informationen über IPFS im Brave-Browser zugreifen,

lässt sich Mackinlay in der Pressemitteilung zitieren.

Der Merchandise-Shop von Brave setzt bereits seit April 2020 auf das IFPS, das aus dem gleichen Hause stammt – Protocol Labs – wie der im Spätjahr 2020 lancierte Filecoin. Letzterer soll das IFPS um ein dezentrales Speichernetzwerk ergänzen.

Deutsche-Bank-UmfrageBitcoin und Tech-Aktien haben Blasenpotential

18 Stunden

Wie der US-amerikanische Fernsehsender CNBC berichtet, halten Befragte der Deutschen Bank Bitcoin und Tech-Aktien aktuell für die größten Marktblasen.

Laut des US-Senders CNBC befragte die Deutsche Bank 627 Marktexperten, wovon ein Großteil (89 Prozent) einigen Finanzmärkten attestierten, sich auf den Bereich einer Blase zuzubewegen. Dabei stünden vor allem Bitcoin und Aktien von Technologieunternehmen aus den USA im Fokus. Demnach gaben die Hälfte der Befragten, basierend auf einer Finanzblasen-Skala von 1 bis 10, Bitcoin die Höchstwertung. US-Tech-Aktien belegten den zweiten Platz mit einer durchschnittlichen Wertung von 7,9 von 10, wobei 83 Prozent eine Beurteilung von mindestens 7 verteilten.

Laut der Umfrage glauben einige Investoren, dass neben dem Bitcoin auch der Aktienkurs des Elektroautoherstellers Tesla fallen werde. Dazu sagte die Deutsche Bank:

Auf die Frage nach dem 12-Monats-Schicksal von Bitcoin und Tesla – einer Aktie, die für eine potenzielle Tech-Blase steht – glaubt eine Mehrheit der Befragten, dass sie sich von diesem Niveau aus eher halbieren als verdoppeln werden, wobei Tesla nach Meinung der Rezipienten anfälliger ist.

Skepsis gegenüber Bitcoin auch in Deutschland hoch

Auch in Deutschland ist die Skepsis gegenüber Bitcoin hoch. Das ermittelte im Dezember letzten Jahres der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage. Demnach gaben lediglich zwei Prozent der über 16-Jährigen an, in Kryptowährungen investiert zu haben. Rund ein Fünftel (18 Prozent) konnte sich ein Investment vorstellen. Der Rest der Befragten äußerte Skepsis gegenüber Bitcoin und Co. Und das, obwohl der Anteil derer, die angaben, etwas von Kryptowährungen gehört oder gelesen zu haben, deutlich gestiegen ist (76 Prozent).

Konkret hielten 66 Prozent der Befragten digitale Zahlungsmittel für zu kompliziert. 55 Prozent gaben an, dass sich Kryptowährungen eher für Spekulanten eigneten. Indes attestierten aber auch drei von zehn Teilnehmern, dass Bitcoin und Co. eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem seien. Unter den 16 bis 29-Jährigen waren es sogar 43 Prozent. Zudem beurteilt jeder Vierte langfristige Investments in digitale Wertanlagen als sinnvoll. Befragt wurden landesweit 1.004 Personen.

Top-NeuzugangNiederländische Fußballliga Eredivisie tritt Sorare bei

21 Stunden

Die holländische Eredivisie tritt dem digitalen Fußball-Handelsplatz Sorare bei. Damit ist die Fußballliga bereits die vierte, die im Krypto-Netzwerk verfügbar ist.

Der Deal ist fix. Die gesamte Eredivisie kickt nun auf der Blockchain von Sorare. Das geht aus einer Pressemitteilung des digitalen Fußball-Handelplatzes hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Ab sofort können Spieler digitale Sammelkarten aller Fußballklubs der Eredivisie, wie beispielsweise des viermaligen Champions-Leauge-Siegers Ajax Amsterdam, sammeln und tauschen. Darüber hinaus können Fußballer wie Dušan Tadić, Donyell Malen oder Sebastien Haller auch in virtuellen Matches gegeneinander antreten. Auch bekannte deutsche Spieler wie WM-Held Mario Götze oder Nationalspieler Philipp Max sind vertreten. Marc Rondagh, Business Development Manager der Eredivisie, sagte zu dem Beitritt:

Unsere Entscheidung wurde maßgeblich von unserer Begeisterung für ihre (Sorares, Anm. d. Red.) ehrgeizige Vision, ein globales Fantasy-Fußballspiel mit digitalen Karten aufzubauen, angetrieben. Als Vorreiter in Sachen Innovation schauen wir immer nach vorne, in die Zukunft, um unseren Fans neue Erfahrungen zu bieten. Um diese ständig zu verbessern und die Marken unserer Vereine besser zu präsentieren, wird Sorare es uns ermöglichen, neue, junge Communities zu erreichen, insbesondere in Asien und Amerika. Wir sind stolz auf diese neue Zusammenarbeit.

Sorare eröffnet der Eredivisie außerdem eine neue Einnahmequelle, indem es eine neue Kategorie für Spielelizenzen schafft: die Lizenzierung von Fantasy Football.

Eredivisie bereits vierte Fußballliga bei Sorare

Die höchste Spielklasse der Niederlande befindet sich seit ihrem Beitritt nun in einem erlauchten Kreis. Dabei sind neben der Eredivisie auch alle Mannschaften der belgischen Pro Leauge, der südkoreanischen K Leauge, der japanischen J Leauge und der US-amerikanischen Major Leauge Soccer (MLS) auf Sorare vertreten. Darüber hinaus kicken auch echte Fußball-Schwergewichte wie Bayern München, Juventus Turin oder Real Madrid auf dem virtuellen Fußballplatz. BTC-ECHO hat das Spiel in einem ausführlichen Test unter die Lupe genommen.