TradFi zieht nach 

CME 24/7: Bitcoin-Futures künftig rund um die Uhr handelbar

Rund um die Uhr handeln, Risiko jederzeit steuern. CME will Bitcoin-Futures ohne Handelspause anbieten und damit eine zentrale Schwachstelle für institutionelle Anleger schließen. Was hinter dem Schritt steckt, welche Regeln für Wochenend-Trades gelten und warum das die Marktstruktur verändern kann.

Timur Yildiz
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CME 24/7 Bitcoin-Futures: Bitcoin-Münze vor Trading-Screens und Kurschart im Hintergrund

Beitragsbild: Investui

| CME plant 24/7-Handel: Bitcoin-Futures sollen künftig auch am Wochenende zur Absicherung offen sein
  • Die CME Group will den Handel mit Krypto-Derivaten ausweiten. Ab dem 29. Mai sollen Bitcoin-Futures und -Optionen vorbehaltlich regulatorischer Freigabe rund um die Uhr, sieben Tage die Woche handelbar sein. Die neuen Handelszeiten gelten nicht nur für Bitcoin, sondern auch für Ether sowie CME-Kontrakte auf Solana und XRP. Für den Markt ist das ein klares Signal: Eine der wichtigsten regulierten Derivatebörsen passt sich dem 24/7-Rhythmus der Kryptomärkte an.
  • Für Bitcoin-Anleger ist die Änderung vor allem wegen der Marktstruktur relevant. Bisher konnten sich die Spotmärkte am Wochenende stark bewegen, während regulierte Derivate pausierten. Genau diese Zeitlücke erschwert Absicherungsgeschäfte und begünstigt Preisverzerrungen. Mit dem 24/7-Zugang nähert sich CME dem Standard von Krypto-Börsen an, die ohnehin ohne Handelspausen laufen, und gibt institutionellen Teilnehmern die Möglichkeit, Risiko auch dann zu managen, wenn Bitcoin außerhalb klassischer Börsenzeiten volatil wird.
  • Technisch läuft der Handel über CME Globex nahezu durchgehend, mit einer mindestens zweistündigen Wartungsphase pro Woche am Wochenende. Geschäfte, die am Wochenende zustande kommen, werden dem nächsten Geschäftstag als Handelsdatum zugeordnet. Abwicklung über die Clearingstelle, Settlement sowie regulatorische Meldungen erfolgen ebenfalls am nächsten Geschäftstag. Damit bleibt die traditionelle Nachhandels-Mechanik erhalten, während der Zugang zur Absicherung deutlich erweitert wird.
  • Die CME begründet den Schritt mit steigender Nachfrage nach reguliertem Risikomanagement. Für 2025 nennt das Unternehmen ein Rekordvolumen von 3 Billionen US-Dollar (notional) in Krypto-Futures und -Optionen. 2026 liege das durchschnittliche Tagesvolumen bisher bei 407.200 Kontrakten, ein Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unterm Strich nähert sich Bitcoin damit stärker der regulierten Derivate-Infrastruktur an, die Institutionelle aus anderen Märkten kennen.
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