Charles Hoskinson zieht sich bis auf Weiteres aus dem Cardano-Ökokosmos zurück. Das gab der Gründer des Projekts kürzlich in einem Post auf der Kurznachrichtenplattform X bekannt. “Ich nehme mir eine Auszeit”, schrieb er. Genaue Gründe nannte der 38-jährige US-Amerikaner nicht, auch nicht, ob und wann er zurückkehrt.
Doch es scheint, als hätten die letzten Monate Hoskinson psychisch ausgelaugt. Zwei Tage zuvor hatte er in einem anderen X-Beitrag die Kritik an seiner Person öffentlich gemacht: “Ich werde unaufhörlich online kritisiert. Menschen machen mich jeden Tag für den ADA-Kurs verantwortlich. Dabei habe ich gar keinen Einfluss auf das Ökosystem.”
Einfluss auf den Kurs hatte es aber allemal. Stunden nach seiner Ankündigung fiel ADA um knapp 8 Prozent. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt der Altcoin bei 0,19 US-Dollar – so tief wie seit fünf Jahren nicht mehr.
Hoskinson rechnet mit schwerem Jahr für Cardano
Hoskinsons Rückzug ist ein weiterer harter Schlag für die Cardano-Community. Erst vor wenigen Tagen hatte der Datenanbieter TapTools angekündigt, seinen Betrieb innerhalb der kommenden zwei Wochen einstellen zu wollen. Als Gründe nannte man den Abgang von Führungskräften sowie steigende Kosten.
Es sind Entwicklungen, die auch Hoskinson beschäftigen. In seiner letzten Videobotschaft auf X sagte er: “Die zweite Hälfte des Jahres wird hart für Cardano. Wir werden wohl mehrere dApps sterben sehen … Ich weiß nicht, wie meine Rolle aussehen soll, um das zu beheben.”
In den Kommentaren zeigen sich mehrere Nutzer enttäuscht. “Du hast gerade allen ADA-Anlegern gesagt, dass sie ihr Investment verloren haben.”
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