Die Bitcoin Spot ETFs haben den heftigen BTC-Kurseinbruch seit Oktober bemerkenswert gut weggesteckt. Obwohl Bitcoin zwischenzeitlich mehr als 50 Prozent verlor, hielten sich die Abflüsse in Grenzen. Im neuen Coin Stories Podcast verweist James Seyffart darauf, dass zuvor deutlich größere Summen in die Indexfonds geflossen waren und sich die Lage zuletzt wieder stabilisierte.
“Das ist wirklich, wirklich gut”, betont der Bloomberg-ETF-Experte. Der Trend zeige, dass viele der ETF-Anleger nicht zu den nervösen Kurzfristspekulanten gehören.
Für neue Dynamik könnte im Krypto-ETF-Markt könnte nun Morgan Stanley sorgen. Die US-Großbank will schon in naher Zukunft einen eigenen Bitcoin ETF an den Start bringen. Laut Seyffart “eine große Sache”, auch weil Morgan Stanley bislang kaum selbst ETFs unter eigener Marke auflegt. Dass nun eine der größten Banken der USA ein solches Produkt vorbereitet, wertet der Experte als klares Zeichen dafür, wie stark BTC inzwischen im traditionellen Finanzsystem angekommen ist.
Gold versus Bitcoin: Auch die Indexfonds der Wertspeicher duellieren sich
Im Vergleich mit Gold sieht Seyffart Bitcoin derzeit in einer schwierigen, aber dennoch spannenden Rolle. Gold ETFs profitierten zuletzt stark, während die BTC-Produkte aufgrund des Krypto-Bärenmarktes zeitweise schwächelten. Trotzdem traut er Bitcoin langfristig mehr zu, weil Anleger darin mehr sehen als nur einen Inflationsschutz. Seyffart erklärt: “Der Markt betrachtet Bitcoin im Moment als Wachstums- und Risiko-Asset.” Aus diesem Grund verhält sich die Krypto-Leitwährung oft anders, als viele Befürworter es erwarten.
Für die nächsten Monate bremst der Bloomberg-Analyst dennoch die Erwartungen. Er hält Bitcoin zwar für einen relevanten Baustein im Portfolio, warnt jedoch vor falschen Hoffnungen in einer schwachen Marktphase: “Wenn Risiko-Assets stark fallen, ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin sich davon komplett abkoppeln kann.” Kommt es an den Aktienmärkten also zu einem neuen Schock, dürfte auch Bitcoin das deutlich zu spüren bekommen. Vor allem der steigende Ölpreis und die damit einhergehenden Inflationssorgen belasteten die Finanzmärkte zuletzt stark.
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