Nicht lukrativ genug: Cryptojacking auf dem Rückzug

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: Warriors vikings stand in field and look at beautiful sunset on the battle field. Medieval Reenactment.Contre-jour. Back view. via shutterstock

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Das Cryptojacking auf PCs, Smart-TVs, Steuerungssystemen, Smartphones und vielen anderen Geräten befindet sich auf einer langsamen, aber kontinuierlichen Talfahrt. Die Hacker waren in den letzten Monaten vom negativen Kursverlauf diverser Kryptowährungen betroffen. Außerdem mussten viele Cyberkriminelle feststellen, dass sich damit nicht das schnelle Geld machen lässt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Laut einer aktuellen Studie der Sicherheitsforscher von Malwarebytes befindet sich das Phänomen des Krypto-Minings auf dem Rückzug. Die Anzahl der befallenen Geräte soll im Juni weltweit um 1,5 Millionen zurückgegangen sein. Bis vor wenigen Monaten wurde eine Steigerung der infizierten Geräte um bis zu 8.500 Prozent angegeben. Die Entwicklung einer eigenen Schadsoftware ist für die Cyberkriminellen nicht mehr so lohnend, weil sich die Kurse fast aller Kryptowährungen seit einigen Monaten auf dem Weg nach unten befunden haben. Außerdem ist für einen hohen Umsatz der Befall sehr vieler Geräte nötig, um daran entsprechend gut zu verdienen.

Immerhin sollen etwa fünf Prozent aller verfügbaren Monero Coins auf den von Krypto-Mining betroffenen PCs berechnet worden sein. Monero bietet sich insbesondere deswegen an, weil man der Spur des Geldes im Gegensatz zum Bitcoin wegen der intransparenten Blockchain nicht folgen kann. Außerdem kann Monero auch sehr gut auf herkömmlichen Computern geschürft werden. Dafür ist keine spezielle Hardware nötig.

Cryptojacking: Kein schneller Euro zu verdienen!

Jerome Segura von Malwarebytes sagte gegenüber dem News-Portal ZDNet, es reiche nicht mehr aus, lediglich ein paar Hundert Webseiten mit einem Mining-Skript zu versehen. Der Umsatz ist naturgemäß von der Anzahl der täglichen Besucher abhängig. Doch gerade bei den populären Webseiten ist die Gefahr größer, dass das Einschleusen eigener Programme zeitnah auffällt. Bei den weniger gut gewarteten und weniger gut besuchten Webseiten fällt für den Hacker aber deutlich weniger Gewinn ab. Laut dem Bericht „Cybercrime tactics and techniques“ des zweiten Quartals 2018 ist die Anzahl der betroffenen Geräte lediglich bei den Smartphones ansteigend. Ansonsten hat bei allen Betriebssystemen bezüglich der unerwünschten Nutzung ein merklicher Einbruch stattgefunden.


Malwarebytes berichtet ferner, dass man den Windows-Nutzern in letzter Zeit häufig den sogenannten Smoke Loader, ein Schadprogramm, als angeblichen Patch gegen die Spectre- und Meltdown-Sicherheitslücken untergeschoben hat. Da die meisten Anwender ihre PCs mittlerweile gegen die NSA-Bugs geschützt haben, ist diese Welle der Installationen ebenfalls zu einem Stillstand gekommen. Der Smoke Loader (auch: Dofoil) ist dabei sehr ausgeklügelt, weil die Entdeckung durch Antivirenprogramme sehr intelligent erschwert beziehungsweise unterbunden wird.

Egal, auf welchem Gerät und auf welche Weise: Der schnelle Dollar ist mit dem Cryptojacking einfach nicht mehr zu machen. Dafür benötige man einen langen Atem, über den viele Hacker nicht verfügen. Deswegen lassen immer mehr Kriminelle ihre Finger davon, schließen die Analysten ihre Beurteilung ab.

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